Wintersport

Conny Hütter kam bei bösem Sturz glimpflich davon

Der Schock war groß, die Folgen glücklicherweise nicht. Hütters Sturz überschattet die Abfahrten in Crans-Montana. Stephanie Venier meldet sich zurück.

Und immer wieder Conny Hütter. Die Österreicherin hat in dieser Saison wieder einmal eindrucksvoll bewiesen, dass sie trotz einer Reihe von Rückschlägen aufgrund von Verletzungen zu den schnellsten Skirennfahrerinnen gehört - und am Sonntag gleichzeitig leider wieder einmal auch, dass sie neben Sofia Goggia wahrscheinlich die Sturzpilotin schlechthin ist. Die Steirerin kam glücklicherweise, offenbar "nur" mit einer Gehirnerschütterung, noch relativ glimpflich davon.

Denn es waren schreckliche Bilder von ihrem Sturz in Crans-Montana, die weitaus schlimmere Folgen hatten befürchten lassen. Hütter kam mit 100 km/h verdreht zum Zielsprung, schlug schräg mit Körper und Kopf auf der Piste auf, rutschte den Hang hinunter und blieb zunächst regungslos im Zielraum liegen. Nach einigen Minuten konnte die 29-Jährige diesen, gestützt, auf den eigenen Beinen verlassen. Der Schock saß bei ihr selbst und ihren Teamkolleginnen tief.

Davon überschattet, war es schließlich natürlich nebensächlich, dass Hütter auf dem Weg zur nächsten Spitzenplatzierung und vielleicht sogar zum Sieg war. Es wäre der vierte Podestplatz im Weltcup in Folge gewesen. Vor den Olympischen Spielen war Hütter in Garmisch-Partenkirchen Dritte und Erste und auch am Samstag war sie als Dritte die beste Österreicherin. Ihre ÖSV-Kolleginnen waren am Sonntag vom bösen Sturz Hütters gekennzeichnet. Die Enttäuschung, dass Ramona Siebenhofer und Mirjam Puchner nach einem durchwachsenen Abfahrtswochenende keine Chance mehr auf die kleine Kristallkugel haben, hielt sich daher in Grenzen.

Puchner hatte sich zwar nach einem schwachen Training am Samstag auf Platz fünf gesteigert, am Sonntag blieb die Olympia-Silbermedaillengewinnerin im Super G als 13. aber klar hinter ihren Erwartungen zurück. "Es bleibt leider ein Auf und Ab in dieser Saison. Dass ich nach den anstrengenden Wochen müde bin, will ich nicht als Ausrede gelten lassen", sagte Puchner. Mit Sabrina Maier auf Rang 34 konnte auch die zweite Salzburgerin nicht überzeugen.

Die große Gewinnerin war neben den Überraschungssiegerinnen Ester Ledecká (Samstag) und Priska Nufer (Sonntag) die Italienerin Sofia Goggia, die trotz den Rängen zwölf und drei ihre Führung im Abfahrtsweltcup vor der Schweizer Olympiasiegerin Corinne Suter behauptete. Eine Österreicherin durfte Garmisch dennoch sehr zufrieden verlassen: Stephanie Venier wurde am Sonntag Fünfte. "Ein Befreiungsschlag nach so einer langen Zeit, in der ich schon verzweifelt bin", sagte die Tirolerin nach ihrem besten Ergebnis seit zwei Jahren. Sogar Gedanken über ein Karriereende habe sie sich schon gemacht, sagte Venier, die die Olympiaqualifikation verpasst hatte.

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