Wintersport

Der Salzburger Hannes Reichelt ist der Routinier bei der WM

Der Salzburger war als Einziger aus dem ÖSV-Team bereits 2003 in St. Moritz dabei. Rennsportleiter Puelacher bezeichnet Reichelt als "eine großePersönlichkeit".

Der Salzburger Hannes Reichelt.  SN/GEPA pictures
Der Salzburger Hannes Reichelt.

Über Hannes Reichelt wird oft gesagt, dass er ein angenehmer Mensch ist. Er ist freundlich im Umgang mit Fans und Medien, setzt sich für seine Kollegen ein, ist ein Vorbild für die jüngeren Teamkollegen. Der 36-Jährige ist der Routinier des österreichischen Aufgebots, für ihn wird es die siebente WM. Er ist auch der Einzige aus dem aktuellen Team, der 2003 in St Moritz bereits dabei war.

Eine Goldmedaille vom Super-G 2015 in Vail/Beaver Creek und eine Silberne vom Super-G 2011 in Garmisch-Partenkirchen hat Reichelt bisher bei Weltmeisterschaften errungen. Bei seinem Debüt 2003 in der Schweiz schied er im Super-G aus, für die WM 2005 in Bormio wurde er nicht nominiert, seitdem war er aber lückenlos dabei. Über 30 sind aus dem aktuellen WM-Team nur noch Romed Baumann (31) und Philipp Schörghofer (34) sowie bei den Damen Michaela Kirchgasser (31).

Reichelt gilt als Teamplayer, von einem Alphatier ist er weit entfernt. "Hannes ist ein sehr kollegialer Typ. Wenn Athleten Fragen und Anliegen haben, können sie immer zu ihm kommen. Darum ist auch Athletensprecher, er ist eine große Persönlichkeit in dem Bereich", sagte Herren-Chef Andreas Puelacher im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur.

Speziell bei den diesjährigen Welttitelkämpfen, wo sechs Athleten ihre ersten WM-Einsätze haben und die Medienpräsenz hoch sein werde, sei es hilfreich, einen Routinier wie Reichelt im Herrenteam zu haben. "Hannes kann den Jungen sagen, dass sie ruhig an die Sache herangehen, sich auf ihre Sachen konzentrieren und fokussieren sollen. Keine Hektik machen. Hannes wir den einen oder anderen Tipp geben, sagen, bleib ruhig, es geht um Skifahren, es geht um nichts anderes."

Puelacher gefällt es, dass man "so ein gutes Teamgefüge" habe, es "keine Querelen" gäbe und sich jeder über die Leistung des anderen auch freuen könne und man sich gegenseitig helfe. "Das ist nicht nur auf der Speedseite, auch auf der Technikseite. Da macht das der Marcel. Er fokussiert sich schon auf seine Sachen, weiß genau, was er auch will. Aber er lässt die anderen mitleben, gibt Tipps. Ihm gefällt dieses ganze Gefüge in der Technikgruppe, mit Schörghofer, der schon einige Zeit hinter sich hat, und den Jungen wie Feller und Schwarz."

Noch jünger und unerfahrener ist die Damen-Mannschaft, aus dem WM-Kader von vor zwei Jahren sind nur Anna Veith, Kirchgasser, Bernadette Schild und Nicole Schmidhofer mit dabei. Damen-Rennsportleiter Jürgen Kriechbaum unterstrich die Bedeutung einer erfahrenen Läuferin wie Veith in der Mannschaft und bremst die Erwartungen an die Jungen.

"Jede Erfahrung bei einem Großereignis ist für einen jungen Läufer sehr, sehr wichtig. Anna hat sich bei Olympia 2010 in Vancouver sehr schwer getan, aber vier Jahre später ist sie Olympiasiegerin geworden und hat sicher auch von den Erfahrungen von Vancouver etwas mitnehmen können und davon profitiert", ist Kriechbaum überzeugt.

Quelle: APA

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