Wintersport

Der Winter ist für Jakob Herrmann noch nicht vorbei

Skibergsteiger Jakob Herrmann aus Werfenweng hat mit seinem Team Platz drei bei der Trofeo Mezzalama geholt. Die Saison ist für ihn auch Anfang Mai noch nicht ganz vorbei.

Wetterbedingt musste der Marathonbewerb im Monte-Rosa-Gebiet in Italien um einen Tag verschoben werden. Auch nach der Streichung von zwei Gipfeln blieb das Rennen so anspruchsvoll wie gewohnt. "Es hat durch den starken Wind teilweise gefühlt minus 30 Grad gehabt", schildert Jakob Herrmann. Er hat mit dem Steirer Armin Höfl und dem Spanier Kilian Jornet in 4:49:21 Stunden den dritten Platz belegt. Der "Ironman unter den Skibergsteigrennen" führt die Teams über 45 km und einen Höhenunterschied von 3.272 Meter bergauf und 3.655 Meter bergab. "Das sind die richtigen Rennen", meint Herrmann zu den hochalpinen Klassikern, die den Sportlern mehr abverlangen als die relativ kurzen Weltcupbewerbe, die meist in der Nähe von präparierten Pisten stattfinden.

Auch bei den Frauen war eine Salzburgerin stark unterwegs. Die Gasteinerin Veronika Mayerhofer kam mit Johanna Hiemer (die Jungmutter studierte und lebte unter ihrem Mädchennamen Erhart in Salzburg) und der Norwegerin Malene Blikken Haukøy in 7:13 Stunden auf den vierten Platz hinter drei italienischen Trios.
Das Video lässt erahnen, wie schwierig die Bedingungen für die Sportler waren:

Die Erholung daheim ist nach diesen Strapazen für Jakob Herrmann nur kurz - und der Winter auch Anfang Mai für ihn noch nicht vorbei: "Am Mittwoch fliege ich nach Norwegen, ich wurde zum Tromsö Arctic Race eingeladen", berichtet der Pongauer. Bei diesem technisch anspruchsvollen Rennen, dem größten für Skibergsteiger in Norwegen, erfolgt der Start an einem Fjord, ehe es in die Berge geht.

Mit dem fast abgelaufenen Winter ist Jakob Herrmann sehr zufrieden: "Abgesehen von der WM, bei der ich krank war, war es sehr gut. Ich bin Gesamt-Sechster im Weltcup und Fünfter in meiner Spezialdisziplin Individual, dazu gab es zwei Podiumsplätze bei den Weltcuprennen in China." Im Frühjahr erfährt der "Spätberufene" im Leistungssport, wie es mit ihm im Heeressportzentrum weitergeht.

Quelle: SN

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