Wintersport

Drei Hirscher-Jäger aus dem eigenen Revier

Von Philipp Schörghofer wird im Training sogar von wahren "Fabelzeiten" berichtet.

Drei Hirscher-Jäger aus dem eigenen Revier SN/gepa
Philipp Schörghofer fiebert Sölden entgegen.

Noch drei Tage. Der Countdown zum Auftakt in die Skiweltcupsaison läuft. Und damit rückt nach einer langen Vorbereitung auch für vier Salzburger der Tag X näher. Im Windschatten von Superstar Marcel Hirscher hat sich ein Trio für den Riesentorlauf in Sölden und die WM-Saison hohe Ziele gesteckt.

Philipp Schörghofer (33): Fünf Mal in den Top 10, davon die Plätze zwei, sechs und vier in den letzten drei Rennen - Schörghofer will da anschließen, wo er in der vergangenen Saison aufgehört hat. "Aber gewinnen, darum geht es", stellt der Filzmooser klar, wenngleich er vorrangig konstant zu den besten sieben zählen will. "Ich bin vor allem vom Material her besser aufgestellt als vor einem Jahr. Das gibt Selbstvertrauen", sagt Schörghofer. Und wohl auch die Tatsache, dass er laut seinen Teamkollegen in Zeitläufen das Tempo vorgibt, sogar schneller ist als Hirscher. "Wir pushen uns gegenseitig", sagt er. Inklusive WM steigen diese Saison neun Riesentorläufe.

Roland Leitinger (25): Er hat einen schmerzhaften Sommer hinter sich und nach einem Bandscheibenvorfall erst Ende September erstmals die Ski angeschnallt. "Aber ich habe trotzdem auf Anhieb zeitlich mit den Jungs mitgehalten. Anscheinend wird Schneetraining überbewertet", erklärt der 25-Jährige aus St. Martin/Lofer ironisch. 2015 ist er in Sölden mit Laufbestzeit auf Platz sechs gefahren. Die Erwartung ist diesmal geringer, wenngleich Leitinger betont: "Ich will und kann mich immer mehr der Weltspitze nähern. Auch die WM ist ein großes Ziel."

Stefan Brennsteiner (25): Der Niedernsiller nimmt als Europacup-Gesamtsieger im Riesentorlauf erstmals eine komplette Weltcupsaison in Angriff. "Im Weltcup habe ich noch nicht gezeigt, was ich kann", sagt Brennsteiner, der bisher erst zwei Mal in die Punkteränge fuhr. Das soll sich mit dem Fixplatz, der den Ergebnisdruck reduziert, nun ändern. "Das erste Ziel muss sein, dass ich im zweiten Durchgang dabei bin." Zudem visiert er das Weltcupfinale der besten 25 an. Da heißt es zunächst die Startnummer, die in Sölden rund um 45 liegen wird, zu verbessern.

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