Wintersport

Duo Tande, Stoch voran, doch Kraft hofft auf Tourneefinale

Bei der 65. Vierschanzen-Tournee deutet vor dem Finale in Bischofshofen am Freitag (16.45 Uhr/live ORF eins) vieles auf ein Duell zwischen Daniel Andre Tande und dem nur 1,7 Punkte zurückliegenden Kamil Stoch hin. Doch Stefan Kraft hofft, dass nach Virus und Pech von Innsbruck das Glück zurückkommt. Der Lokalmatador müsste neun Meter aufholen, um wie 2015 zu triumphieren.

Stefan Kraft will das Unmögliche möglich machen.  SN/APA/EXPA/JAKOB GRUBER
Stefan Kraft will das Unmögliche möglich machen.

Gelingt das nicht, wäre für den 23-Jährigen der erste Heimsieg seiner Karriere vor den 25.000 erwarteten Fans mehr als ein Trostpflaster. Kraft versprach jedenfalls "volle Attacke". Es brauche freilich ein kleines Wunder, um den Rückstand von 16,6 Punkten auf den zweifachen Tagessieger aus Norwegen aufzuholen, gab er zu.

Doch der Pongauer erinnerte an die Situation vor zwei Jahren. Da hatte ihm Tagessieger Michael Hayböck 17,1 Punkte abgenommen und war in der Tourneewertung als Zweiter bis auf 6,0 Punkte nahe gerückt.

Gesundheitlich ging es Kraft am Donnerstag gut - als Folge der Viruserkrankung war nach Angaben des ÖSV-Teams sein Kreislauf am Dienstag beim Abendessen abgesackt, und er musste sich hinlegen. Die sportliche Enttäuschung vom Bergisel hakte er ab. Denn nun kommt seine Lieblingsschanze, der Paul-Außerleitner-Bakken nahe seines Heimatortes. Dort war Kraft 2013 beim Sieg von Gregor Schlierenzauer als Dritter erstmals auf das Weltcup-Podest gesprungen.

Doch das ÖSV-Ass war nicht der einzige Sieganwärter mit Problemen. Der Pole Stoch hatte als Folge seines Sturzes im Probedurchgang auf dem Bergisel Prellungen der linken Schulter davongetragen. "Ich will versuchen, meine Chance zu nützen", sagte der 29-Jährige noch in Innsbruck.

So scheint sich der Norweger Tande trotz des geringen Vorsprungs von weniger als einem Meter in der Favoritenrolle zu befinden. Der 22-Jährige gab sich nach seinem zweiten Tournee-Tagessieg in Innsbruck jedenfalls selbstbewusst. "Ich mag diese große Schanze in Bischofshofen. Sie ist mit dem flachen Anlauf ganz anders, aber für mich als Flieger sehr gut", erklärte Tande.

Die aktuelle Nummer 1 im Team des Trainers Alexander Stöckl zeigte sich vor der spannenden Tournee-Entscheidung jedenfalls als fairer Sportsmann. "Ich hoffe, dass in Bischofshofen wieder alle in bester Verfassung sind", sagte Tande in Richtung von Kraft und Stoch. "Ich hatte in Innsbruck Glück, aber ich will der Beste bei gleichen Bedingungen sein."

Quelle: APA

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