Wintersport

Fragezeichen hinter Weltcup-Fortsetzung - FIS abwartend

Wie das restliche Weltcupprogramm in den verschiedenen Sportarten des Internationalen Skiverbandes (FIS) nach der Verbreitung des Coronavirus aussehen wird, ist fraglich. Markus Waldner, der FIS-Chefrenndirektor der alpinen Ski-Herren, hatte am Freitag in Hinterstoder ein vorzeitiges Saisonende angesprochen. Die FIS will abwarten. Auch was den für Mai geplanten Kongress im Thailand betrifft.

FIS-Chefrenndirektor Markus Waldner für vorzeitiges Saisonende SN/AFP/CHARLY TRIBALLEAU
FIS-Chefrenndirektor Markus Waldner für vorzeitiges Saisonende

"Um das Risiko zu minimieren, muss man die Maschine stoppen. So wie es viele andere Verbände machen. Nur hat keiner die Courage, das zu entscheiden", sagte Waldner zu Journalisten. Der Südtiroler ist tendenziell für einen Stopp und sieht das FIS-Council in der Entscheidungspflicht. "Aber da kommt nichts zurzeit. Wenn die es nicht machen, dann fahren wir weiter."

Beim Weltverband ist man in abwartender Position. "Die FIS beobachtet gemeinsam mit den verschiedenen lokalen Organisatoren die Situation und die Empfehlungen der WHO sehr genau und steht bezüglich des anhaltenden globalen Ausbruchs des Coronavirus in Kontakt mit den lokalen Behörden", teilte die FIS am Samstag auf Anfrage der APA mit. "Sollte es Änderungen betreffend dem geplanten Wettkampfkalender geben, werden diese so rasch wie möglich mitgeteilt."

Wegen des Coronavirus waren bereits die für Februar geplanten Speedrennen der alpinen Ski-Herren in Yanqing (China) abgesagt worden. Die derzeit laufenden Damenrennen in La Thuile im Aostatal werden unter speziellen Hygiene-Auflagen durchgeführt, das Weltcup-Finale von 18. bis 22. März in Cortina d'Ampezzo - und damit einer in Italien betroffenen Region - soll laut aktuellem Stand vor leeren Zuschauerrängen steigen. Im u.a. Skispringen, Skilanglauf, der Nordischen Kombination, Snowboard und Freeski sind noch bis Ende März zahlreiche Weltcupbewerbe vorgesehen.

Im Mai will die FIS ihren Kongress in Pattaya/Thailand abhalten. Dort wird u.a. auch die Alpinski-WM 2025 vergeben, wofür Saalbach-Hinterglemm ein Kandidat ist, und der neue FIS-Präsident (oder Präsidentin) gewählt. Nach derzeitigem Stand wird der Kongress stattfinden, die FIS will im Bedarfsfall aber entsprechende Maßnahmen ergreifen und mit den nationalen Skiverbänden beraten.

Quelle: APA

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