Wintersport

Gastein hat Visionen im Snowboardweltcup

Der heutige Parallelslalom von Bad Gastein gehört längst zu den Klassikern im Snowboardweltcup. Aber auch die boomenden Freestylebewerbe könnten auf der Bucheben eine Zukunft haben.

Das Finale unter Flutlich ist am Dienstag das Highlight des Snowboardweltcups in Bad Gastein. SN/gepa
Das Finale unter Flutlich ist am Dienstag das Highlight des Snowboardweltcups in Bad Gastein.

Die Silberkrugrennen, als bis 1988 der Skiweltcup der Damen 18 Jahre in Folge in Bad Gastein Station machte, sind Geschichte. Ebenso gehört der Biathlonweltcup in Sportgastein Mitte der 1990er Jahre der Vergangenheit an. Die Gegenwart im "Monte Carlo der Alpen" gehört den Snowboardern, die seit 2001 auf der Bucheben für Action sorgen. Der Parallelslalom der Damen und Herren heute, Dienstag (Finale ab 19 Uhr/live in ORF eins), gehört längst zu den Klassikern im Weltcup.

Aber wie lange noch? Der Bewerb wurde aus dem olympischen Programm für 2018 gestrichen. "Aber solange es den Bewerb im Weltcup gibt, werden wir auch in Gastein daran festhalten", sagt OK-Chef Franz Weiss. Zwölf Rennen umfasst der Weltcupkalender 2016/17 in der aktuellen WM-Saison. Die Zukunft der Parallelboarder ist ungewiss, jene von Gastein allerdings nicht, wie Weiss versichert. Der Skiclub-Präsident und "Mr. Snowboard", der auch der FIS-Delegation angehört, hat Visionen früher oder später (auch) auf Freestyle umzusatteln: "Snowboard hat sich vom Massen- zum Eventsport entwickelt. Ich kann mir auf dem Bucheben-Gelände durchaus einen Big-Air-Bewerb vorstellen." Überlegungen in diese Richtung sind legitim, zumal die Freestyleszene weiter boomt.

Aktuell sind die Veranstalter aber freilich mit den Parallelrennen beschäftigt. Und das intensiv seit rund einer Woche, in der die Flutlichtmasten montiert, Tribünen, VIP- und Verpflegungszelt aufgestellt und die 270 Meter lange Piste am Fuße des Stubnerkogels präpariert wurde. Die Bucheben präsentiert sich in perfektem Zustand. Der viele Neuschnee brachte für die rund 100 Helfer zwar Mehrarbeit, schadete der Piste aber nicht. "Im Gegenteil: Auf das Flair wirkt sich die tief verschneite Winter-Landschaft umso positiver aus", erklärt Weiss den Nutzen für den Wintertourismus in der Region.

Werbung in eigener Sache

Denn immerhin werden mehr als 200.000 Euro in den Weltcup investiert. Dank der - sonst für die Snowboarder unüblichen - Live-Übertragungen auf ORF sowie internationalen TV-Bildern würde sich der Werbewert in Relation zu den Kosten versiebenfachen. Das allein sei Argumentation genug für die Ausrichtung eines Snowboardweltcups, wenngleich man sich puncto Zuschauern vor Ort freilich nicht mit dem gleichzeitigen Nachtslalom in Flachau messen kann.

Für die österreichischen Parallelboarder ist Gastein in dieser Saison gleich in zweifacher Hinsicht von großer Bedeutung. Zum einen sind der Slalom und der Mixed-Teambewerb (Mittwoch) die einzigen Heimrennen, zum anderen geht es heuer auch um die begehrten Plätze für die WM. Für Salzburgs Asse hält sich der Qualifikationsdruck in Grenzen. Andreas Prommegger ist Fünfter im Gesamtweltcup, Claudia Riegler hat im Riesentorlauf als Titelverteidigerin ihren Fixplatz. "Aber natürlich will man speziell daheim aufzeigen", sagt Prommegger. Los geht es heute mit der Qualifikation um 14 Uhr.

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