Wintersport

Goggia nach Trainingsbestzeiten in Cortina wieder Favoritin

Sofia Goggia will ihre Speed-Vormachtstellung im alpinen Ski-Weltcup der Frauen zurück und eine neue Serie starten. Die Italienerin, die in der Vorwoche in Zauchensee gestürzt war, geht nach zwei Trainingsbestzeiten als Favoritin in die zwei Heimrennen in Cortina d'Ampezzo. Den Anfang macht am Samstag (11.30 Uhr/live ORF 1) die Abfahrt. Im Abschlusstraining am Freitag meldete sich Stephanie Venier - als Fünfte beste Österreicherin - zurück.

Goggia geht es, nachdem sie Cortina 2021 verpasst hat, wieder an SN/APA/AFP/JURE MAKOVEC
Goggia geht es, nachdem sie Cortina 2021 verpasst hat, wieder an

Goggia verwies am Freitag die Norwegerin Ragnhild Mowinckel (+0,41 Sekunden) und die Schweizerin Michelle Gisin (+0,44) auf die weiteren Plätze. Venier lag 0,63 Sek. zurück, zweitbeste Österreicherin war Ramona Siebenhofer (+1,07) als Elfte. Tamara Tippler (13./+1,34), Elisabeth Reisinger (16./+1,59), Mirjam Puchner (19./+1,66) und Vanessa Nussbaumer (20./+1,72) setzten sich auch noch in den Top 20 fest. Nadine Fest und Christine Scheyer (+1,87) waren ex aequo 26., Ricarda Haaser (+1,91) 29.

Als chancenreichste Österreicherin am Wochenende gilt die zweifache Cortina-Siegerin Siebenhofer. Die Steirerin hatte vor drei Jahren binnen 24 Stunden zwei Abfahrten auf der Tofane-Piste gewonnen - ihre bis dato einzigen Weltcup-Siege. "Ich habe einiges probiert, da ist noch viel Platz. Ich bin nicht ans Limit gegangen", meinte sie nach ihrer Fahrt. "Ich weiß, ich kann da herunter schnell sein und dass dann ein gutes Ergebnis herausschauen kann."

Venier war zuletzt am 10. Jänner 2021 als Neunte des Super-G von St. Anton in den Top Ten eines Weltcup-Laufs mit Zeitmessung (inkl. Training) gewesen. Am Freitag hatte die Tirolerin allerdings einen Torfehler dabei. Wie groß ihr Abstecher dadurch gewesen sei, konnte sie nicht beantworten. "Das muss ich mir anschauen", sagte die Vizeweltmeisterin von 2017 (St. Moritz). "Aber phasenweise habe ich ein gutes Gefühl auf der Strecke entwickelt. Olympia spielt derzeit keine Rolle in meinem Kopf, vorher muss ich wieder glücklich skifahren können."

Tippler zeigte sich mit ihrem Training zufrieden ("Ich glaube, dass ich weiß, was ich morgen zu tun habe") - im Gegensatz zu Puchner, die sich schwertat. "Ich kriege nichts zurück von der Piste, weil es so unruhig ist. Ich muss das gut analysieren." Ein Thema könnte am Samstag starker Wind werden, laut Prognosen sind Spitzen bis 70 Stundenkilometer möglich. Die Auswirkungen auf Startzeit und Streckenführung waren vorerst noch unklar.

Am vergangenen Samstag in Zauchensee war Goggia unterwegs zu einem weiteren Abfahrtssieg, als sie die Kontrolle über ihre Ski verlor und im Netz landete. Etwas lädiert startete sie tags darauf im Super-G und musste sich mit Rang 19 begnügen. Vor ihrem Sturz hatte die 29-Jährige alle drei Abfahrten in dieser Saison gewonnen. In ähnlicher Topform war sie schon vergangenes Jahr durch eine Fraktur des Schienbeinkopfes im rechten Knie gestoppt worden und hatte ihre Heim-WM in Cortina verpasst. "Beachtlich, dass sie nach ihrem Crash schon wieder so auf Angriff fährt", meinte Siebenhofer. "Sie ist sicher die Topfavoritin."

Nicht auf der Startliste standen erneut Cornelia Hütter und Ariane Rädler. Die Steirerin Hütter befand sich aber am Freitag bereits auf der Anreise in die "Perle der Dolomiten". Nach einem negativen Coronatest und hinter sich gebrachter Quarantäne dürfe sie im Super-G am Sonntag (11.45 Uhr) an den Start gehen, hieß es vom ÖSV. Rädler dagegen erfülle nicht die Vorgaben und werde den Super-G verpassen.

Für beide Athletinnen gilt, dass sie wohl unabhängig vom Cortina-Wochenende im österreichischen Olympia-Aufgebot dabei sein werden. Generell wird es bei nun auftretenden positiven Testergebnissen für die Betroffenen mit einer Olympia-Teilnahme aber eng - vor allem bei Wettkampf-Terminen in der Anfangsphase der Spiele. Die Speed-Konkurrenzen der Frauen beginnen allerdings erst am 11. Februar mit dem Super-G.

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