Wintersport

Hinzenbach-Organisatoren hoffen auf Wetterbesserung

Nach einem aus österreichischer Sicht sehr erfolgreichen Wochenende in Oberstorf macht der Skisprung-Weltcup der Damen diesen Samstag und Sonntag in Hinzenbach in Oberösterreich Station. Die Organisatoren hadern noch etwas mit dem Wetter, Lokalmatadorin Jaqueline Seifriedsberger mit ihren Anforderungen an sich selbst.

Die Damen springen auf der Skisprunganlage Hinzenbach SN/APA/EXPA/REINHARD EISENBAUER
Die Damen springen auf der Skisprunganlage Hinzenbach

Das Wetter sei "eine ordentliche Herausforderung", so Sport-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP) am Montag in Linz. Der Regen der vergangenen Nacht habe ihm schon eine gewisse Schlaflosigkeit beschert, räumte auch Bernhard Zauner, Chef des Organisations-Komitees in Hinzenbach ein, aber in der Früh sei er "positiv überrascht" vom Zustand der Anlage gewesen. "Wir haben 50 Zentimeter Schneehöhe im Auslauf und 30 Zentimeter am Hang", schilderte er. Man verfüge über zwei Schneedepots, mit denen man "leicht auskommen" müsste. "Wenn es wirklich aufhört zu regnen und dann kälter wird (so die Prognosen), haben wir kein Problem", gab er sich optimistisch, "aber es wird viel Arbeit".

63 Springerinnen aus 17 Nationen werden am Wochenende erwartet. Elf Athletinnen kommen allein aus Österreich, darunter die aktuelle Weltcup-Führende Chiara Hölzl und die derzeitige Nummer drei, Eva Pinkelnig. "Sie freuen sich alle irrsinnig auf den Heim-Weltcup", so Cheftrainer Harald Rodlauer, aber "die Erwartungen sind sehr hoch". Es gelte daher darauf zu achten, dass die Sportlerinnen "nicht übermotiviert" an den Start gehen.

Die Oberösterreicherin Seifriedsberger etwa hadert noch mit dem Druck, den sie sich selbst mache, wie sie selbstkritisch meinte. "Oft gelingen mir nicht zwei Sprünge, meistens gelingt mir nur einer", so die momentane Weltcup-14., "wenn man es zu 100 Prozent will, geht es halt auch mal in die Hose". Die Stimmung im Team sei sehr gut, "jede schaut auf die andere und hilft auch, wenn es mal zwickt". Aber von den Leistungen der derzeitigen ÖSV-Zugpferde "bin ich schon noch ein Stück weg, da muss man realistisch sein".

Rodlauer ist jedenfalls sichtlich stolz auf seine Springerinnen. Dass sie derzeit das beste Team im ÖSV stellen, sei für ihn aber "nicht vorrangig". "Dass du in so einen Lauf kommst, da gehört schon auch Glück dazu." Man arbeite konsequent, alle im Team würden inhaltlich "die gleiche Sprache sprechen", aber ein konkretes Erfolgsrezept hatte er - zumindest öffentlich - keines anzubieten.

Quelle: APA

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