Wintersport

Hirscher verteidigt am Sonntag fulminante Alta-Badia-Serie

Nach fünf Riesentorlauf-Siegen en suite auf der Gran-Risa-Piste von Alta Badia ist Marcel Hirscher der alles überstrahlende König der Dolomiten. Die Serie sucht im alpinen Ski-Weltcup derzeit ihresgleichen. Am Sonntag (10.00/13.00 Uhr, live ORF eins) will der Salzburger noch eins draufsetzen und mit seinem 30. Riesentorlauf-Triumph erfolgreich in das vorweihnachtliche Technik-Feuerwerk starten.

Hirscher zeigt sich trotz Siegen bescheiden SN/APA (AFP)/TOM PENNINGTON
Hirscher zeigt sich trotz Siegen bescheiden

"Jeder ist schlagbar, das ist klar. Jedes Rennen ist eine neue Herausforderung, Serie hin oder her", blieb Hirscher auch angesichts der eigenen Dominanz in Alta Badia fokussiert. Neben fünf RTL-Siegen gewann er in der ladinischen Gemeinde 2011 auch den damals zum letzten Mal ausgetragenen Slalom. "Die Karten sind neu gemischt, und nun geht es darum, sich perfekt vorzubereiten und sich auf die aktuellen Verhältnisse einzustellen", sagte der 29-Jährige.

Die Gran Risa gilt als einer der schwersten Riesentorlauf-Hänge im Weltcup, weil sie den Läufern mit ihren tückischen Übergängen alles abverlangt. Je härter die Piste, desto schwieriger ist es tendenziell für die Kollegen, Hirscher dort zu biegen.

Nach seinem RTL-Sieg in Val d'Isere und der Absage des dort eingeplanten Slaloms gönnte der Annaberger seinem Körper ein paar Tage Pause, um für das Monsterprogramm vor Weihnachten Kraft tanken zu können. Erst am Donnerstag nahm der siebenfache Weltcup-Gesamtsieger das Training auf der Reiteralm wieder auf.

Bis zum 22. Dezember stehen in den sieben Tagen nicht weniger als fünf Techniker-Bewerbe auf dem Programm: Nach dem klassischen Riesentorlauf von Alta Badia wartet am Montag ebendort das Parallel-Ausscheidungsrennen, ehe es in Saalbach-Hinterglemm am Mittwoch und Donnerstag mit Riesentorlauf und Slalom weitergeht. Am Samstag folgt noch der Nachtslalom in Madonna di Campiglio.

"Ich werde alle fünf Rennen bestreiten, und das wird eine große Herausforderung. Das Gute daran ist, dass es für alle gleich ist", erklärte Hirscher. "Wichtig wird es sein, die Ressourcen zu schonen, die kurzen Regenerationszeiten ideal nützen, gut schlafen, Ernährung, Reisestrapazen und vieles mehr. Das sind die Dinge, die darüber entscheiden, ob man im wesentlichen Moment sein Maximum abrufen kann."

Wenn ihm das gelingt, könnte Hirscher im Idealfall innerhalb einer Woche 400 bis 500 Punkte für den Gesamtweltcup sammeln. Wenngleich er die Latte für den Parallel-RTL am Montagabend relativ niedrig hängt. "Da geht es um Schadenbegrenzung und darum, dennoch ein paar Punkte mitzunehmen", formulierte er bescheiden.

Dabei hat sich Hirscher seit der Premiere des Formats 2015 kontinuierlich gesteigert. 30-8-3, so die Platzierungen in den vergangenen Jahren. Wenn er es schafft, diesen Aufwärtstrend zu prolongieren, würde aus den "paar" Punkten doch eine stattliche Anzahl werden.

Quelle: APA

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