Wintersport

Hirscher vorerst ohne Coach in USA - kein Super-G-Start

Ohne seinen Chefcoach Michael Pircher ist Marcel Hirscher Montagabend (Ortszeit) in den USA angekommen. Pircher ist wenige Wochen nach Hirscher selbst Vater geworden und wird erst am Mittwoch nach Colorado nachfliegen. Österreichs siebenfacher Weltcup-Gesamtsieger bereitet sich dort auf den Riesentorlauf am Sonntag in Beaver Creek vor, einen Super-G-Start Hirschers wird es nicht geben.

Hirscher in den USA angekommen SN/APA (Archiv)/EXPA/JOHANN GRODER
Hirscher in den USA angekommen

Hirscher bestätigte nach dem ersten Training am Dienstag in Vail, dass der Super-G in Beaver Creek praktisch kein Thema ist. "Weil ich dafür Trainingstage wegstellen muss, ich aber eher versuchen sollte, Stärken zu stärken", erklärte der Salzburger.

Es täte ihm aber natürlich leid um dieses spektakuläre Rennen auf der Birds of Prey. 2015 hat Hirscher auf dieser Strecke ja seinen bisher einzigen Weltcup-Super-G gewonnen.

"Der Super-G ist grundsätzlich immer wieder reizvoll für mich, weil es immer wieder reizvoll ist", erklärte der 29-Jährige". "Deshalb hadere ich schon ein bissl, weil ich es einfach gerne tue und es ein Extra-Zuckerl ist. Aber ich glaube, in diesem Jahr spielt es sich das einfach nicht."

Hirscher hat zuletzt in Levi den Slalom zwar hauchdünn vor Henrik Kristoffersen gewonnen, warnte aber davor, dass es schon beim nächsten Slalom nächste Woche in Val d'Isere auch umgekehrt ausgehen könne. Im Riesentorlauf wiederum habe er unter dem Strich bereits jetzt mehr gute Trainingstage als im Slalom vor Levi.

"Das stimmt positiv, heißt aber gar nichts. Auch im Riesentorlauf schläft die Konkurrenz nicht und wir werden erst am Sonntag wissen, wo ich stehe", schrieb Hirscher in seinem aktuellsten Blog vom Montag. Im Vorjahr hatte Hirscher in Beaver Creek gleich bei seinem ersten Riesentorlauf-Auftritt nach Knöchelbruch sensationell gewonnen.

Für Hirscher ist der Ausflug nach Colorado seine erste Übersee-Reise als Papa. "Das trägt nicht unbedingt übermäßig zu meiner Motivation für diese lange Reise bei", gestand er. "Doch wenn ich die Saison fahre, muss ich das ordentlich machen. Wer A sagt muss auch B sagen."

Quelle: APA

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