Wintersport

Hölzl gewann WM-Qualifikation für Damen-Skisprung-Bewerb

Österreich ist wie erwartet mit einem Trio im Damen-Skisprung-Bewerb bei den 51. Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Lahti vertreten. Neben Daniela Iraschko-Stolz und Jacqueline Seifriedsberger, die aufgrund ihrer Top-Ten-Weltcupplatzierung vorqualifiziert waren, meisterte Chiara Hölzl die Qualifikation souverän. Mit 96,5 Metern gewann sie am Donnerstag die Ausscheidung sogar klar.

Hölzl segelte auf 96,5 Meter.  SN/APA/ROLAND SCHLAGER
Hölzl segelte auf 96,5 Meter.

Die 19-jährige Salzburgerin, die wie alle anderen Qualifikantinnen mit zwei Luken mehr Anlauf (Gate 19) als die besten Zehn in die Spur ging, war dementsprechend zufrieden. "Es war schon ein bisserl Überwindung heute, das umzusetzen, was ich mir vorgenommen habe", meinte Hölzl. "Ich habe einfach gestern und heute noch einmal ein bisserl was verändert, vom Gefühl her beim Springen", erklärte die Vize-Weltmeisterin im Mixed von 2013. Vorgewarnt waren die Springerinnen schon von den Kombinierern geworden, dass es im Aufsprung "stoppt". "Das war beim zweiten Sprung ein bisserl schwierig."

Hölzl würde sich nun für den Bewerb "so eine Steigerung wie von Dienstag auf heute" wünschen. In erster Linie möchte sie ihren Sprung konsequent durchziehen. "Wenn ich sehe, es geht dahin, dass ich cool und über dem Ski bleibe und schön zum Telemark hinkomme." Die Damen-Konkurrenz geht am Freitag (16.30 Uhr MEZ) in Szene.

Hinter Hölzl landeten mit Elena Runggaldier und Manuela Malsiner zwei Italienerinnen schon mit über neun Punkten Rückstand. Malsiner war sogar zwei Meter weiter als Hölzl gesprungen, hatte aber weit bessere Windbedingungen.

Für Seifriedsberger (93 m) und Daniela Iraschko-Stolz (89 m) hatte die Qualifikation freilich eher Trainingscharakter. "Das war auf jeden Fall schon besser als im Training, aber über dem Vorbau tue ich mich noch ein bisschen schwer. Vom Tisch gefällt es mir auch schon besser", konstatierte die Oberösterreicherin. Und Ex-Weltmeisterin Iraschko-Stolz glaubt schon Möglichkeiten gefunden zu haben, wie sie in dem etwas eigenwilligen Anlauf in Lahti die richtige Anfahrtsposition macht. "Ganz ist es noch nicht gelungen, aber bei dem Sprung war jetzt schon mehr richtig als falsch. Auch wenn die Weite nicht so großartig war, das Training nehme ich nie so ernst."

Die 33-jährige Steirerin hofft auf gute Verhältnisse am Bewerbstag: "Du brauchst sowieso Glück. Die Leute, die ein Plus hinten stehen haben, kommen nicht auf die große Weite", spielt sie auch auf die Windbedingungen an. "Natürlich kann ich noch viel mehr, morgen zählt's."

Eher unauffällig blieben auch die größten Favoriten: Die bereits vierfache Weltcup-Gesamtsiegerin Sara Takanashi landete bei 92,5 m, ihre japanische Landsfrau Yuki Ito bei 92 und die Norwegerin Maren Lundby nur bei 88,5. Auch Olympiasiegerin und Titelverteidigerin Carina Vogt zeigte mit 93 Metern nicht ihr volles Potenzial.

Quelle: APA

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