Wintersport

Julian Eberhard Vierter in der Verfolgung von Hochfilzen

Wieder einmal war Martin Fourcade nicht zu schlagen. In der Weltcup-Verfolgung von Hochfilzen gewann der Franzose souverän. Julian Eberhard rettete mit einem starken Finish als bester Österreicher noch Platz vier.

Alles war angerichtet für einen weiteren Sieg des heuer extrem starken Johannes Thingnes Bö. Doch der Norweger, als Sprint-Sieger als Erster ins Rennen gegangen, ließ beim zweiten Schießen gleich drei Schreiben stehen. Das war das Signal für Martin Fourcade, das Kommando an sich zu reißen. Mit einer fehlerfreien Leistung feierte er seinen 76. Weltcupsieg. Seine Tochter, die nach Tirol mitgereist war, habe den Sieg eingefordert: "Sie hat gestern gefragt: ,Papa, wo ist die Goldmedaille?' Heute kann ich sie ihr präsentieren."

Jubeln konnten auch die vielen deutschen Fans. Sie hatten zwar eher mit Benedikt Doll gerechnet, der als Dritter ins Rennen gegangen war. Dann aber war es Arnd Peiffer, der 13,7 Sekunden hinter Fourcade Zweiter wurde. Das Podest komplettierte der Norweger Vetle Sjastad Christiansen (16,1) als Dritter.

Für die Österreicher bleibt Hochfilzen ein schwieriger Boden. Die zweiten Plätze von Simon Eder 2009 und 2010 bleiben weiterhin die Einzigen im Weltcup. Eberhard rettete nach je einem Schießfehler bei den ersten drei Einheiten mit einer fehlerfreien letzten Serie und einer starken Schlussrunde und lief noch vom zwölften auf den vierten Platz vor, 37,4 Sekunden hinter dem Sieger. Eberhard sagte: "Ich bin nicht optimal ins Rennen gekommen, aber ich hatte Bomben-Material. Das hält einen am Leben, weil man weiß, dass noch etwas möglich bin. Ich bin sehr zufrieden." Sein bislang bestes Hochfilzen-Resultat freute den Saalfeldner: "Hier ist es immer besonders schön. Es hat eine brutale Atmosphäre geherrscht. Es ist ein Kampf Mann gegen Mann am Schießstand, da kann schon einmal ein Flüchtigkeitsfehler passieren."

Wie Eberhard mussten auch die anderen Österreicher - Simon Eder (14.), Dominik Landertinger (19.) und Felix Leitner (30.) - allesamt drei Mal in die Strafrunde. Das Mannschaftsergebnis lässt auch für die Staffel am Sonntag (14 Uhr) hoffen. Im Gesamtweltcup führt Bö (248) vor Fourcade (191). Sion Eder fiel auf Platz fünf (177) zurück, Eberhard ist Sechster (151).

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