Wintersport

Kitzbüheler "Megaevent" für Feller ein "Lottosechser"

Manuel Feller hat seine Verkühlung auskuriert und blickt voller Vorfreude seinem "wahrscheinlich Lieblingsrennen" am Samstag entgegen. Der Tiroler bezeichnete es als Privileg, eine Sportart ausüben zu dürfen, in der er vor heimischem Publikum so ein "Megaevent" vorfinde. "Da haben wir Österreicher schon einen Lottosechser gezogen", sagte der Skirennläufer vor dem Weltcupslalom in Kitzbühel.

Feller steht auf Kitzbühel SN/APA (AFP)/LIONEL BONAVENTURE
Feller steht auf Kitzbühel

Für den Wengen-Zweiten ist das Rennen auf dem Ganslernhang auch deshalb ein ganz spezielles, weil es bis zu seinem Heimatort Fieberbrunn nur zwanzig Autominuten sind. "Sehr, sehr viele Fans, Freunde und Familienmitglieder kommen zum Zuschauen, da will man schon eine besonders gute Leistung zeigen."

Die Freude auf dieses Rennen sei "natürlich riesenriesengroß", es sei "geil, gewaltig", vor so einer Kulisse zu fahren. Natürlich seien da auch ein paar kleine Schattenseiten, weil man als Österreicher in Österreich noch mehr in den Fokus rücke, beim Slalom durch die Menschenmassen sind Technik, Taktik und Feingefühl gefragt. "Es ist auch nicht immer ganz so einfach, damit umzugehen. Aber ich sehe auch sehr, sehr viele Vorteile, man muss sich einfach die positive Energie rausholen und versuchen, sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren und es auf den Punkt zu bringen."

Das ist ihm in Kitzbühel bis jetzt noch nicht immer gelungen, 2014 war er Achter, 2018 Fünfter, 2013, 2016 und 2017 schied er aus. "Man will vor Heimpublikum natürlich immer eine ganz besonders gute Leistung, da kann es schon mal passieren, dass man dreimal auf der Gosch'n liegt. Ich werde versuchen, dass nach dem Wochenende ein Unentschieden Ganslernhang gegen Felli dasteht, ein 3:3."

Ein gutes Ergebnis wäre cool, durchkommen allein sei zu wenig. "Zutrauen tu' ich mir alles, von ganz oben bis ganz unten, das heißt vom ersten Tor rausfallen bis zum Sieg. Man weiß nie so richtig, was bei mir passiert." Er habe wahrscheinlich schon das Potenzial dafür, ganz oben zu stehen, aber da würden sehr viele Leute etwas dagegen haben. "Ich konzentriere mich einfach auf meine Siebensachen, und was zum Schluss raus kommt, kommt raus."

Sicher sei, dass man alles geben müsse, 95 Prozent seien zu wenig. "So schnell kannst gar nicht schauen, und du bist 15., 20. oder überhaupt gleich gar nicht mehr im zweiten Durchgang mit dabei." Feller wartet noch auf seinen ersten Weltcupsieg. "Wahrscheinlich gäbe es keinen besseren Platz als Kitzbühel für den ersten Weltcuptriumph. Das wäre schon ein besonderes Märchen, das da geschrieben werden würde, aber mit dem befasse ich mich jetzt einmal nicht."

Schnee, Regen, und starker Wind könnten das Rennen am Samstag trüben. "Ich fahre bei jedem Wetter gern, man kann es sich sowieso nicht aussuchen, man muss, ob die Sonne scheint oder Wind geht, seinen Job machen." Der vorverlegte Termin bringt einen zusätzlichen Tag Pause vor dem Nightrace am Dienstag in Schladming. "Vielleicht gibt es ja was zum Feiern, da ist Samstag auch besser", fand der 26-Jährige einen zusätzlichen positiven Aspekt.

Quelle: APA

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