Wintersport

Klaus Kröll tritt ab: Abfahrtskugel 2012 war das Highlight

Nach 212 Weltcup-Rennen zieht Skirennläufer Klaus Kröll einen Schlussstrich unter seine Karriere. Der Steirer erfüllte sich im März 2012 in Schladming den Traum vom Gewinn der Abfahrts-Kristallkugel. Er gewann sechs Weltcuprennen, vier Abfahrten und zwei Super-G, und schrammte 2013 als Vierter nur knapp an einer Abfahrts-WM-Medaille vorbei. Kröll möchte als Trainer in den Ski-Weltcup zurückkehren.

Kröll will sich der Trainerausbildung widmen.  SN/APA (Neubauer)/HERBERT NEUBAUER
Kröll will sich der Trainerausbildung widmen.

Krölls Weltcup-Karriere zog sich vom Jänner 2000, als er mit Platz 30 in der Abfahrt von Chamonix sein Debüt gegeben hatte, bis zum 25. Februar 2017 und einem 35. Rang in Kvitfjell. Gerne wäre der 36-Jährige noch nach Aspen gereist, allerdings reichten die Punkte nicht, um sich für das Saisonfinale in den USA zu qualifizieren.

"Es ist auch viel Wehmut dabei, aber körperlich geht es nicht mehr, die Schulter lässt es nicht mehr zu, sie schränkt mich zu sehr ein. Ich wäre schon gerne auch bei Olympia noch gefahren", sagte Kröll, der es allerdings auch schon zu den Weltmeisterschaften 2015 in Vail/Beaver Creek und heuer in St. Moritz sportlich nicht mehr geschafft hatte.

Wendepunkt in der Karriere des Öblarners war der 14. März 2013, als er sich beim Weltcup-Finale in Lenzerheide im Super-G bei einem Sturz einen Bruch des linken Oberarmes mit Beteiligung des Gelenkkopfes zuzog. Im darauffolgenden Oktober musste er sich wegen Lähmungserscheinungen in der Schultermuskulatur einer erneuten Operation unterziehen, bei der Vernarbungen und zwei Knochenstücke, die den Nerv einquetschten, entfernt wurden. Trotzdem schaffte er es im November als Zweiter der Abfahrt in Lake Louise auf das Podest und danach im Jänner 2016 als Dritter in Wengen noch ein letztes Mal.

"Die letzten Jahre waren die schwierigsten meiner Karriere, aber ich habe mir den großen Traum vom Abfahrtsweltcup erfüllen können, noch dazu in Schladming vor Heimpublikum. Das war der größte und wichtigste Sieg meiner Karriere. An Weltcupsiegen hätte es mehr sein können. Mit einer Medaille hat es knapp nicht geklappt. Aber ich bin zufrieden mit dem, was ich erreicht habe", betonte Kröll.

Nach dem letzten Rennen machte sich beim Vater eines Sohnes aber auch Erleichterung breit: "Ich habe aufgeatmet, ich bin froh, dass es abgeschlossen ist."

Der nun ehemalige Speedpilot wird er sich künftig intensiv der Trainierausbildung widmen. "Ich hoffe, dass ich als Trainer in den Weltcup zurückkommen werde. Das ist mein Ziel, denn mir wird der Weltcup sicher abgehen", sagte Kröll.

Quelle: APA

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