Wintersport

Kriechmayr und Mayer in Kvitfjell um letzte ÖSV-Kugel-Chance

Erst am Freitagnachmittag sollten Vincent Kriechmayr und Matthias Mayer erfahren, ob der Super-G am Sonntag (10.30 Uhr) in Kvitfjell das Rennen der letzten Chance wird. Denn nur in dieser Disziplin können der aktuell Zweite der Spezialwertung bzw. der Doppel-Olympiasieger (Vierter) dem ÖSV noch eine kleine Kristallkugel holen. Das Weltcup-Finale in Cortina wackelt ja wegen des Coronavirus.

Kriechmayr will an seine Leistung in Hinterstoder anschließen SN/APA/GEORG HOCHMUTH
Kriechmayr will an seine Leistung in Hinterstoder anschließen

Lediglich drei Punkte fehlen Kriechmayr auf den führenden Schweizer Mauro Caviezel (365 Zähler). Dahinter liegen der Norweger Aleksander Aamodt Kilde (336), der Kärntner Mayer (324) und Kjetil Jansrud (NOR/305).

Zum Zeitpunkt des Rennens wissen die Protagonisten schon, ob es schon am Sonntag ums Ganze geht. Kriechmayr will sich von dieser Entscheidung aber nicht beeinflussen lassen. "Ich versuche, bei jedem Super-G vorne mitzufahren, deshalb werde ich das Rennen nicht anders angehen, wenn die Entscheidung getroffen wird, dass es der letzte Super-G in diesem Winter ist. Das Thema liegt nicht in meiner Hand."

Der Oberösterreicher sieht die Gastgeber im Vorteil, ist aber guten Mutes. "Sie trainieren hier sehr viel und kennen den Hang sehr gut, aber unschlagbar sind die Norweger hier auf keinen Fall. Ich glaube, dass wir auf alle Fälle mithalten können."

Es liegt an ihm und Mayer, die erste Weltcup-Saison ohne eine einzige Kristallkugel für den ÖSV seit 25 Jahren zu verhindern. Mayer sieht das nüchtern. "Statistiken kann man für alles ausgraben. Das wissen wir wohl mittlerweile schon zur Genüge. Um das kümmern wir uns aber nicht wirklich, das ist die Aufgabe der Journalisten", meinte der im Juni 30 Jahre alt werdende Kärntner. "Wir schauen, dass wir das Beste rausholen, das probieren wir sowieso immer. Auf jeden Fall ist die Kugel ein großes Ziel, dafür kann man eh nur Gas geben. Deshalb ist das Rennen hier am Sonntag sicher ein ganz entscheidendes."

Möglicherweise das Entscheidende. Denn die FIS beriet noch Freitagnachmittag über die im Raum stehende Absage des Weltcup-Finales in Cortina (18. bis 22.3.). Möglich war aber auch, etwa die Herren-Speedbewerbe in Kvitfjell gleich kommende Woche abzuschließen.

Auch bei einem weiteren Abfahrtsrennen könnte Feuz aber schon am Samstag (11.00 Uhr) alles klar machen. Der Schweizer steht in der Abfahrt unmittelbar vor Kugel-Hattrick: Feuz führt mit 194 Punkten Vorsprung auf Saalbach-Sieger Thomas Dreßen (GER).

Dreßen hatte Feuz schon nach dem ersten Training Gratulationen ausgerichtet, die dieser aber noch nicht hören wollte. Allerdings auch nicht, dass ihm ein 24. Platz schon reichen würde. "Mein Ziel ist kein 24. Platz, das muss ich nicht erzählen. Ich will mich nach vorne orientieren", erklärte Feuz nach dem Freitag-Training, in dem er freilich noch nicht alle Karten aufgedeckt hat.

Quelle: APA

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