Wintersport

Kristoffersen denkt vorerst nur an Rennsiege

Henrik Kristoffersen will sich im kommenden Winter auch auf die langen Latten wagen. Die erste Möglichkeit sieht der norwegische Skirennläufer, der neben dem Franzosen Alexis Pinturault als Hauptanwärter auf den Gesamtweltcup gilt, dafür in Hinterstoder, wo am 29. Februar und 1. März 2020 ein Super-G und eine Kombination auf dem Programm stehen.

Henrik Kristoffersen gilt als Kandidat für den Gesamtweltcup SN/APA (AFP)/JOE KLAMAR
Henrik Kristoffersen gilt als Kandidat für den Gesamtweltcup

"Mal schauen, der Fokus liegt aber auf Slalom und Riesentorlauf, wie es immer war", sagte Kristoffersen und merkte an, dass es wichtiger sei, in diesen Disziplinen 60 und 100 Punkte zu machen, als ein paar wenige im Super-G. Um sein großes Ziel zu erreichen, wird es auf die Big Points ankommen. "Der Gesamtweltcup ist das Größte, das du als Alpinskiläufer gewinnen kannst. Aber es wird hart, die acht von Marcel zu schlagen, das ist sicher. Ich bin aber erst 25. Du weißt es nie, es kann so viel passieren", meinte er auf dem Forum Alpinum vor dem Saisonauftakt in Sölden. Zuerst gehe es aber darum, ihn überhaupt einmal zu gewinnen.

Nach dem Rücktritt von Marcel Hirscher ist es die erste Saison für Kristoffersen ohne den Salzburger als Konkurrenten. "Ich weiß nicht, wie es werden wird. Marcel war während meiner ganzen Weltcup-Karriere da. Ich habe ihn immer gejagt, manchmal geschlagen. Es war schwierig und es wird sicher nicht einfacher", sagte Kristoffersen, der die Vorsaison als Gesamtdritter und Riesentorlaufzweiter beendete. Es sei ein großes Ziel gewesen, Marcel zu schlagen. "Ich habe gehofft, es kommt noch mal dazu. Aber ich hatte auch genug Chancen, ich bin selbst schuld."

Er habe aber aus dem vergangenen Jahr Lehren gezogen, als im Vorfeld der Saison viel darüber geredet wurde, ob er Marcel im Gesamtweltcup schlagen können. "Das war zu viel für mich, daraus habe ich gelernt. Ich sollte hier nicht sagen, dass ich mich nicht um den Gesamtweltcup schere. Aber ich denke jetzt nicht daran. Sicher, wenn ich die große Kugel gewinne, wäre das die coolste Sache. Aber im Moment ist es das Coolste, über die Ziellinie zu fahren, es grün aufleuchten zu sehen und das Rennen zu gewinnen." Und darauf, Rennen zu gewinnen, werde er sich konzentrieren. Zweite und dritte Plätze hat er wahrlich schon mehr als genug daheim, von den 53 Podestplätzen im Weltcup waren "nur" 18 Siege.

Seine Motivation fürs Skifahren sei gleich groß wie immer, mit seinem eigenen Team innerhalb der Mannschaft hat er mehr und bessere Möglichkeiten. "Ich bin sehr glücklich damit. Ich fühle mich gut im Moment, das Training fühlt sich gut an, alles ist mehr auf mich abgestimmt. Es ist ein Sport mit wenig Spielraum. Ich muss perfekte Arbeit machen, aber man hat nie eine Garantie."

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