Wintersport

Langlauf-Auftakt wird zur Familiensache

Vater, Tochter und Sohn Stadlober vertreten Österreich beim Weltcupstart in Finnland - und verfolgen ehrgeizige Ziele.

Im Weltcup-Fokus: die Langlauf-Geschwister Teresa und Luis Stadlober. SN/gepa pictures
Im Weltcup-Fokus: die Langlauf-Geschwister Teresa und Luis Stadlober.

Mit einem Sprint in der klassischen Technik beginnt für Österreichs Langlauf-Team morgen, Freitag, die Weltcupsaison. Dieses besagte rot-weiß-rote Team, das in Ruka am Start steht, bildet mit Ausnahme des Vorarlbergers Dominik Baldauf die Familie Stadlober. Neben der 24-jährigen Teresa hat sich auch ihr um zwei Jahre älterer Bruder Luis für den Weltcupauftakt qualifiziert. Betreut werden Teresa Stadlober und Co. in Finnland - richtig geraten: von Vater Alois Stadlober. "Wenn Mama auch noch hier wäre, könnten wir in Ruka ein Familientreffen machen", scherzte Teresa, deren Fokus in Wahrheit aber ganz auf die bevorstehenden Rennen gerichtet ist.

Ein letzter Testlauf verlief überaus vielversprechend: Stadlober gewann vor wenigen Tagen in Saariselkä ein FIS-Rennen über fünf Klassik-Kilometer in überlegener Manier. "Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden und habe mich über diesen Sieg richtig gefreut, obwohl man schon realistisch bleiben muss. Das Rennen war nicht auf Weltcupniveau besetzt", berichtete die Radstädterin während ihrer Anreise ins 350 Kilometer entfernte Ruka. Dass sie die Reisen, das Training und auch die Zeit im Weltcup mit ihrem Bruder Luis teilen kann, hebt Teresas Stimmung zusätzlich. "Wir bilden auch über den Sommer eine Art Trainingsgemeinschaft. Ich profitiere sehr von ihm. Er hat, was Trainingssteuerung und Trainingslehre betrifft, ein großes Wissen." Sie wiederum hilft ihrem Bruder dabei, vor den Rennen die nötige Lockerheit zu bewahren und nicht zu verkrampfen.

Während sich Luis nach zwei Meniskusoperationen in den Weltcup zurückgekämpft hat, ist Teresa bereit für das nächste Level in der Weltspitze. Vierte, Fünfte und Sechste war sie schon im Weltcup. "Logisches Ziel ist daher, zum ersten Mal auf das Podest zu laufen", erklärte die 24-Jährige. Freilich noch nicht am Freitag im Sprint, der wahrlich nicht zu ihren Paradedisziplinen gehört. "Mein bestes Resultat in Ruka war ein 63. Platz. Ich konzentriere mich weiterhin vor allem auf die Distanzrennen", sagte Teresa Stadlober.

Nach dem Auftakt Ruka geht es für die Familie Stadlober Schlag auf Schlag, von Teresa wird beinahe jeder Weltcup besetzt. "Es geht mir in dieser Saison schon auch um ein gutes Abschneiden im Gesamtweltcup", verriet sie. Ihr ehrgeiziges Ziel: ein Platz in den Top Ten inmitten der norwegischen Phalanx.

Programm Ruka Triple (Damen bzw. Herren): Freitag: Sprint C; Samstag: 10 km C bzw. 15 km C; Sonntag: 10 km F bzw. 15 km F.

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