Wintersport

Langlauf: ÖSV-Siege mit Seltenheitswert

Die Saison, in der mit der Heim-WM in Seefeld ein echtes Highlight wartet, begann für Stadlober und Co. vielversprechend.

Sieg zum Saisonstart: Teresa Stadlober. SN/GEPA pictures
Sieg zum Saisonstart: Teresa Stadlober.

Besser hätten Österreichs Langläufer nicht in den WM-Winter starten können: Eine Woche vor dem traditionellen nordischen Weltcupauftakt im finnischen Ruka holten die ÖSV-Athleten bei den international besetzten FIS-Rennen in Saariselkä (FIN) nicht weniger als drei Siege und mehrere Top-Ten-Platzierungen. Die Salzburgerin Teresa Stadlober konnte den Wettkampf über 5 km Skating für sich entscheiden und verwies dabei etwa auch die zweifache Olympiasiegerin Justyna Kowalczyk (POL) um 26,2 Sekunden. Auch Lisa Unterweger (4.) und Barbara Walchhofer (6.) gelang ein Topresultat.

"Mannschaftlich waren wir sehr gut auf dem Weg", sagte Stadlober, die ihre eigene Performance gar nicht so überzeugend fand: "Die Form bei mir ist sicher noch nicht so da, wie ich mir das wünsche, aber das war nach einem zweiwöchigen Trainingskurs auch nicht geplant. Ich bin trotzdem zufrieden mit dem Rennen und werde die nächsten Tage dazu nutzen, um mich auf den Weltcupstart in Ruka zu konzentrieren."

Bei den Herren setzte sich Bernhard Tritscher in einer Zeit von 25:02,9 Minuten über 10 km Skating durch, dank Benjamin Moser (2.) gab es sogar einen Doppelsieg. Und auch im Klassik-Sprint jubelte das ÖSV-Langlaufteam, das in den vergangenen Jahren so gar nicht verwöhnt worden war mit Erfolgserlebnissen, über einen Sieg. Teresas älterer Bruder Luis Stadlober setzte sich vor zwei Kasachen durch.

Das FIS-Rennen in Saariselkä nutzte auch Johannes Dürr für einen Testlauf. Der Niederösterreicher, der 2014 bei den Winterspielen in Sotschi ja des Dopings überführt worden war, will bekanntlich bei der Heim-WM im Februar 2019 in Seefeld an den Start gehen. Im hohen Norden konnte Dürr (11.) noch nicht Schritt halten und büßte auf den Schnellsten Bernhard Tritscher 2:14 Minuten ein.

Ein gelungenes Comeback feierte indes die norwegische Star-Langläuferin Therese Johaug nach ihrer 18-monatigen Dopingsperre. Die 30-Jährige kehrte mit zwei Siegen bei den FIS-Rennen in Beitostølen (NOR) in die Szene zurück.

Quelle: SN

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