Wintersport

Mario Seidl gewinnt als erster Österreicher "Nordic Triple"

Mario Seidl hat sich rund vier Wochen vor der Heim-WM in Seefeld zum Gesamtsieger im "Nordic Triple" aufgeschwungen. Der Salzburger triumphierte als erster Österreicher beim Weltcup-Höhepunkt der Nordischen Kombination, er gewann die 6. Auflage in Chaux-Neuve 25,6 Sekunden vor dem Deutschen Fabian Rießle und 33,7 vor seinem Landsmann Franz-Josef Rehrl.

Der Salzburger Mario Seidl SN/gepa/harald steiner
Der Salzburger Mario Seidl

Der Steirer Rehrl hatte die ersten zwei Teilbewerbe mit je einem Sprung und 5 bzw. 10-km-Lauf für sich entschieden. Da war Seidl jeweils Fünfter gewesen. Doch im Finale am Sonntag (2 Sprünge/15-km-Langlauf) zeigte der Pongauer die besten Sprünge und rettete fast ein Drittel seines Vorsprungs auf den im Springen viertplatzierten Rießle ins Ziel. Der Olympia- und WM-Dritte im Teambewerb feierte seinen zweiten Weltcupsieg nach Ruka am Saisonbeginn, die insgesamt eroberten 246 Punkte (200 für den Sieg) hievten ihn auf den zweiten Gesamtrang im Weltcup, 189 Punkte hinter dem Norweger Jarl Magnus Riiber.

An den Vortagen hatte Seidl sein Potenzial auf der Schanze nicht voll auszuschöpfen vermocht, doch am Sonntag klappte es perfekt. "Deswegen hatte ich eine perfekte Ausgangsposition und ich konnte mir das Rennen cool einteilen. Zum Schluss hatte ich noch die nötigen Körner, um Franz-Josef und Rießle auf Distanz zu halten. Die Ziellinie war einfach nur zum Genießen", freute sich der 26-Jährige, der gemeinsam mit seinem Zimmerkollegen Rehrl jubelte.

"Gemeinsam auf dem Podest zu stehen, war unser großes Ziel, das ist uns heute gelungen", meinte Seidl und blickte optimistisch in Richtung WM. "Wir wissen, welches Potenzial wir haben. Wenn wir gut weiterarbeiten, ist bei der Heim-WM alles möglich und darauf freue ich mich schon."

Rehrl, der Sieger der ersten zwei Teilbewerbe, startete als Zweiter in den Langlauf und hielt sich ab der Halbdistanz auch dank perfekter Ski im Windschatten des vom vierten Platz heranstürmenden Rießle. "Es ist nicht so tragisch, wenn mich der Mario abhängt. Für mich war es ein unglaubliches Wochenende mit zwei Siegen und dem dritten Gesamtrang. Mario war auf der Schanze eine Klasse für sich, das hat er sich absolut verdient." Die bisher beste ÖSV-Gesamtplatzierung in dem zuvor stets in Seefeld ausgetragenen Triple war der dritte Rang Bernhard Grubers 2017 gewesen.

Der später in die Saison gestartete Lukas Klapfer steigerte sich im französischen Jura kontinuierlich und schloss den ersten Saisonhöhepunkt als Sechster (+1:03,8 Min.) ab. Es war eine starke Empfehlung des Olympia-Dritten für die Heim-WM. "Mit dem ersten Tag als 25. und am Ende Sechster ist das schon recht positiv", bilanzierte der stark laufende Steirer. "Die Form ist steigend, ich freue mich auf mehr." Für seine zwei Teamkollegen hatte er großes Lob parat: "Die zwei sind geil zu beobachten, wie sie runterknallen von der Schanze ist ein Wahnsinn. Mittlerweile sind sie auch läuferisch sehr stark, da haben sie meinen allergrößten Respekt."

Cheftrainer Christoph Eugen war angesichts der Spitzenleistungen angetan. "Wir wollen immer auf das Podest und das ist und hier von Anfang an perfekt gelungen. Sie waren sehr stabil und mit viel Selbstvertrauen, das ist für uns ein sensationelles Ergebnis." Der Ausgang zeige, dass im Sommer sehr gut gearbeitet worden sei. "Die Burschen haben jetzt ihre Erfahrungen gesammelt, es scheint, als ob sie jetzt etwas ernten würden."

Quelle: APA

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