Wintersport

Mario Seidl: Saisonstart mit einem Lächeln

Der Salzburger Kombinierer Mario Seidl ist reif für den Sprung an die Spitze. Die bevorstehende Heim-WM setzt zusätzliche Kräfte frei.

Kombinierer Seidl, 25, ist in Topform. SN/GEPA pictures
Kombinierer Seidl, 25, ist in Topform.

Blickt man in die Gesichter von Österreichs nordischen Kombinierern, so sind vor dem Saisonstart durchwegs ein Lächeln und pure Vorfreude zu erkennen. Man startet immerhin nicht jedes Jahr in eine Saison, die als Höhepunkt eine Heim-WM zu bieten hat.

Seefeld ist im Februar 2019 Schauplatz der 52. nordischen Ski-Weltmeisterschaften. Und wenn sich die ÖSV-Kombinierer an einem Ort heimisch fühlen, dann ist es in der idyllisch gelegenen 3300-Einwohner-Gemeinde im Tiroler Oberland, in der seit vielen Jahren ein Weltcup ausgetragen wird. Zumeist gab es deutsche Siege in Seefeld, doch damit soll bei der WM Schluss sein.

Aus dem rot-weiß-roten Kombi-Team schickt sich vor allem Mario Seidl an, die Phalanx der Deutschen zu durchbrechen. Der St. Veiter war bereits im vergangenen Winter bester ÖSV-Kombinierer im Gesamtweltcup, fiel am Ende als Elfter aber gerade noch aus den Top Ten. Nach einer "idealen Vorbereitung ohne gröbere Erkrankungen oder Verletzungen", wie Seidl betonte, sei er reif für den Sprung an die Spitze. Bis es in Seefeld um WM-Medaillen geht, kann sich der 25-jährige Salzburger im Weltcup an Eric Frenzel und Co. herantasten. Ein weiterer Maßstab ist freilich Weltcup-Titelverteidiger Akito Watabe aus Japan.

Die erste Standortbestimmung bekommen die Kombinierer am Wochenende beim "Nordic Opening" in Ruka. Dafür hat sich Seidl den Feinschliff zuletzt bei einem dreitägigen Trainingskurs auf den WM-Schanzen in Innsbruck und in Seefeld geholt. Langlaufeinheiten spulte er zuvor im finnischen Rovaniemi ab. "Ich fühle mich sehr gut, sowohl auf der Schanze als auch in der Loipe, und ich denke, Seefeld und Innsbruck waren die idealen Orte, um sich den letzten Schliff zu holen", sagte Seidl schon in Vorfreude auf die WM.

"Seidl bewegt sich auf einem Topniveau"

Er war jahrelang im Olympiazentrum Rif als Sportsoldat stationiert und hat in seiner glanzvollen Karriere neben zwölf Weltcupsiegen auch Olympia- und WM-Gold gewonnen. Seit dem Frühjahr ist der ehemalige Kombinierer Mario Stecher, 41, Sportdirektor im ÖSV - und traut seinen früheren Teamkollegen in der WM-Saison allerhand zu.

Was erwarten Sie von den Kombinierern 2018/19?
Mario Stecher: Ich glaube, dass wir eine sehr kompakte und gute Mannschaft haben. Springerisch haben wir uns über den Sommer super weiterentwickelt. Vor allem Mario Seidl und Franz-Josef Rehrl bewegen sich auf einem Topniveau. Die Zielsetzung muss sein, dass wir den Deutschen die Stirn bieten und um Siege mitkämpfen. Das ist in den letzten Jahren nicht immer gelungen.

Und bei der Heim-WM?
Das ist eine großartige Möglichkeit, unseren Sport sympathisch rüberzubringen. Skispringen und Langlauf sind coole Sportarten, die großes Potenzial haben. Wir wollen in Seefeld um die Medaillen mitfighten. Nur dann haben wir gut gearbeitet.

Aufgerufen am 24.10.2019 um 06:47 auf https://www.sn.at/sport/wintersport/mario-seidl-saisonstart-mit-einem-laecheln-61198909

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