Wintersport

Michaela Dorfmeister gibt in Pyeongchang Comeback als Funktionärin

12 Jahre nach ihren zwei Goldmedaillen in Turin gibt die ehemalige Skirennfahrerin Michaela Dorfmeister bei den Spielen 2018 in Pyeongchang ein Olympia-Comeback. Die mittlerweile 44-jährige Niederösterreicherin tut das als Funktionärin im Alpinski-Bereich, nämlich als Jury-Mitglied bei den Herrenrennen. Dorfmeister hatte 2006 in San Sicario Gold in Abfahrt und Super-G gewonnen.

Michaela Dorfmeister (hier am 20. Jänner bei einem Promi-Event in Kitzbühel mit Hans Knauss) reist nach Pyeongchang. SN/gepa pictures/ christian walgram
Michaela Dorfmeister (hier am 20. Jänner bei einem Promi-Event in Kitzbühel mit Hans Knauss) reist nach Pyeongchang.

Dorfmeister hatte sich nach ihrer Karriere, in der sie auch zwei WM-Goldene sowie 2002 den Gesamt-Weltcup gewonnen hat, den Prüfungen unterzogen, um als sogenannte Technische Delegierte (TD) des Internationalen Skiverbandes (FIS) bei Alpinskirennen tätig sein zu können. Dabei geht es in erster Linie darum, dafür zu sorgen, dass die Rennen fair und sicher über die Bühne gebracht werden können. Ihr Weltcup-Debüt gab sie 2017 in Maribor, dazu war sie bereits bei einigen FIS-Rennen im Einsatz. Ihre Funktion als OK-Chefin jüngst beim Snowboard-Weltcup in Lackenhof hat damit aber nichts zu tun.

Die Jury-Tätigkeit in Pyeongchang kam etwas überraschend, weil Dorfmeister als Ersatz für ein ausgefallenes Mitglied einsprang. "Ich hatte zwei Tage Zeit, mich zu entscheiden", erzählte Dorfmeister, die Mutter eine bald neunjährigen Tochter ist. Diese wird während ihrer Abwesenheit daheim in Purgstall von den Großeltern betreut.

"Die Einladung freut mich extrem. Es ist nicht normal, dass man so schnell eine derartige Funktion bei Olympia bekommt", freute sich Dorfmeister auf den Trip nach Südkorea. Dass sie zum Zug komme, habe sicherlich etwas mit einem Generationswechsel zu tun sowie der vermehrten Einbindung von Frauen. "Ich möchte jedenfalls jede Erfahrung nützen, um für weitere Einsätze als TD oder im Landesverband Erfahrung dazu zu gewinnen. Ich werde sicherlich sehr viel von den Spielen mitnehmen können", ist Dorfmeister überzeugt.

Dass man als Jury-Mitglied andere Dinge im Visier habe als die Rennfahrer, liegt auch für Dorfmeister auf der Hand. "Der Sport sollte aber immer im Vordergrund stehen und die Rennen sollten fair und sicher sein", lautet ihr Credo auch als Funktionärin.

Am Montag fliegt Dorfmeister nach Korea. Die erste Tat wird die Inspektion der Abfahrtsstrecke sein. Weil die Herren mit den Speedbewerben in Jeongseon beginnen, wird das in erster Linie auch ein Job für FIS-Renndirektor Hannes Trinkl und "Testfahrer" Didier Defago. "Die Strecke soll von Beginn weg in guten Zustand sein", wünscht sich Dorfmeister.

Quelle: APA

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