Wintersport

Mirjam Puchner und Sofia Goggia überraschen sich selbst

Die Salzburgerin fuhr auch im Super G auf das Podest, die Italienerin zum Triple in Lake Louise.

Mirjam Puchner und Sofia Goggia drückten Lake Louise ihren Stempel auf.  SN/APA/AFP/PATRICK T. FALLON
Mirjam Puchner und Sofia Goggia drückten Lake Louise ihren Stempel auf.

Das klassische Triple zum Speedauftakt im Skiweltcup der Damen hat in Person von Sofia Goggia stark an Lindsey Vonn erinnert. Die Italienerin gewann in Lake Louise, wo der US-Star einst kaum zu besiegen war, beide Abfahrten in überlegener Manier und dann auch noch den abschließenden Super G am Sonntag. Im Rennen hinter Goggia zeigten die Österreicherinnen auf. Allen voran Mirjam Puchner, die ihren dritten Platz von der Abfahrt wiederholen konnte.

Eineinhalb Sekunden Vorsprung am Freitag, eine knappe Sekunde am Samstag und schließlich elf Hundertstel am Sonntag: Lara Gut kam Goggia im Super G nahe, doch die Italienerin kommt als die Speed-Dominatorin schlechthin zu den nächsten vier Rennen nach St. Moritz und Val d'Isère an den kommenden Wochenenden. "Der Sieg im Super G war der wertvollste für mich. Das habe ich nicht erwartet", sagte Goggia. Die Olympiasiegerin 2018 und zweifache Kugelgewinnerin in der Abfahrt machte in Lake Louise da weiter, wo sie in der vergangenen Saison aufgehört hatte. Wie überlegen sie da war, zeigt die Tatsache, dass sie sich noch vor der WM verletzt hatte und schließlich aber trotzdem ihren zweiten Gesamtsieg in der Abfahrt holte. Der Schienbeinkopfbruch änderte aber nichts an der Mentalität der Italienerin, die weiter volles Risiko geht.

"Goggia schlägt sich fast nur selbst. Wir haben uns aber gesteigert. Wenn es in diesen Schritten weitergeht, sind wir bald dran an ihr", sagt ÖSV-Damen-Cheftrainer Christian Mitter. Tatsächlich fuhren seine Schützlinge kollektiv an der Spitze. Am Freitag waren es Mirjam Puchner und Ramona Siebenhofer als Dritte und Vierte, am Samstag Cornelia Hütter und Christine Scheyer als Vierte und Fünfte.

Und dann war es überraschend wieder Puchner, die im Super G am Sonntag ihren zweiten Stockerlplatz, knapp vor Tamara Tippler, einfuhr. Obwohl sie ihre starke Form auch am Samstag als Achte bestätigte, war die Salzburgerin über Rang drei doch selbst überrascht: "Weil es vergangene Saison im Super G gar nicht geklappt hat. Aber ich hatte ein gutes Gefühl und voll attackiert", sagte Puchner, die weiß, warum sie so gut wie noch nie in die Saison startete. "Weil ich zum ersten Mal seit ein paar Jahren keine Operation und keine Schmerzen in der Vorbereitung hatte." Dass die 29-Jährige aus St. Johann in der Olympiasaison nun als Nummer eins im ÖSV-Team nach Europa reist, tangiert sie wiederum gar nicht: "Es beschäftigt mich nicht, ob ich die Nummer eins oder drei bin. Es ist aber generell gut, dass wir als Team vorn dabei sind."

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