Wintersport

Mountain Attack: Die große Meute jagt Favoriten Hoffmann

Selten war der Kreis der Favoriten bei der Mountain Attack in Saalbach so groß wie heuer.

Um jeden Meter wird schon am Start bei der Mountain Attack in Saalbach gekämpft.  SN/wild + team
Um jeden Meter wird schon am Start bei der Mountain Attack in Saalbach gekämpft.

Seit Christian Hoffmann sich dem Skibergsteigen verschrieben hat, lautet die Devise bei der Mountain Attack: Alle gegen einen. Bei vier Starts beim Tourenski-Klassiker in Saalbach-Hinterglemm war der Langlauf-Olympiasieger 2002 drei Mal der Schnellste.

Diesen Freitag wird es "the same procedure as every year" geben: Hoffmann voran, seine Jäger hinterdrein. Und davon gibt es diesmal mehr denn je. Allen voran sind es die Italiener, die beim prestigeträchtigen Marathon über 3010 Höhenmeter abräumen wollen. Tadei Pivk hat vor zwei Jahren in der Rekordzeit von 2:24 Stunden gewonnen, aber auch seine Landsleute Stefano Stradelli, Henry Hofer, Matteo Marsiletti, Philipp Götsch und Damiano Lenzi sind für Spitzenleistungen gut.

Mit dem Deutschen Konrad Lex steht noch ein weiterer "Mountain Man" der vergangenen Jahre am Start. Der 42-jährige Gewinner von 2010 bekommt zudem starke Konkurrenz aus dem eigenen Land von einem, der schon sein Sohn sein könnte: Toni Palzer aus Ramsau bei Berchtesgaden, 23 Jahre jung, gilt als die deutsche Zukunftshoffnung schlechthin im Skibergsteigersport. Ist der Vizeweltmeister im Vertical aber auch schon reif für einen "Attack"-Sieg? Dieses Rennen fordert die Athleten in allen Belangen: Schier endlose steile Anstiege auf insgesamt vier Gipfel im Glemmtal, rasante Abfahrten, und das alles zum Großteil in der Dunkelheit, weil der Start um 16 Uhr im Abendrot erfolgt. Wie ernst alle die Sache nehmen, zeigt die Vorbereitung von Palzer: "Er hat die Strecke im Training absolviert und 2:29 Stunden benötigt", verrät Renn-Organisator Roland Kurz. Das hätte beim Rennen im Vorjahr für Platz zwei gereicht.

Eine rein italienische Angelegenheit dürfte der Marathon der Damen werden. Die größte Konkurrenz bekommt Titelverteidigerin Raffaella Rossi wohl von Martina Valmassoi und Katia Tomatis aus ihrer Heimat. Die Tirolerin Katharina Zipser, im Vorjahr bereits Dritte, hält in Ab wesenheit der Salzburgerin Michaela Eßl die rot-weiß-rote Fahne hoch.

Insgesamt sind 1100 Sportler am Start. Neben dem Marathon warten die Tour (2036 Höhenmeter) sowie das Verticalrennen auf den Schattberg (1017 Höhenmeter) auf die Sportler. Schnell sein hieß es schon bei der Anmeldung: Nur fünf Stunden nach Nennungsstart waren alle Plätze vergeben . . .
Internet:www.mountain-attack.at

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