Wintersport

Nach Kandahar-Absage: ÖSV-Privatjet startete früher

Um die Generalprobe beraubt, um wertvolle Energie reicher: Nach der wetterbedingten Absage der Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen musste Österreichs Speedteam am Samstag unverrichteter Dinge abreisen. Der ÖSV-Privatjet mit den Passagieren Hannes Reichelt und Co. hob dafür aber früher Richtung WM-Ort Aare ab.

"Ich spare mir natürlich ein bisschen Kraft", sagte Vincent Kriechmayr. "Das Rauffliegen ist jetzt auch relaxter, sonst hätten wir schon einen Stress gehabt." Reichelt freute sich, am Dienstag ausgeruht das erste Abfahrtstraining zu bestreiten. "Ich bin sehr froh, dass sich der ÖSV das ein bisschen was kosten lässt. Es ist sinnvoll investiertes Geld."

Kriechmayr lobte die Planung des Skiverbands. "Für das WM-Unternehmen wurde alles Notwendige in die Wege geleitet. Die Verantwortlichen haben für uns einen sehr guten Plan aufgestellt, dass wir dort oben so professionell wie möglich arbeiten können."

Nach teilweise Plusgraden in Garmisch-Partenkirchen geht es im hohen Norden bei bitterkalten Temperaturen zur Sache. Reichelt packte seinen Koffer trotzdem ähnlich. "Schichtprinzip", erklärte er seine Taktik. "Wenn es kälter wird, wird eine Schicht dazugetan. Mir taugt es, wenn es kälter ist."

Höchstens 15 Kilogramm pro Läufer waren als Gepäck erlaubt. "Das ist ein Problem", meinte Reichelt trocken. "Da werde ich mir ein paar Unterhosen sparen müssen und das Wendeprinzip einführen." Der 38-jährige Salzburger hat bei der wohl letzten WM seiner Karriere Großes vor: "Es ist eine schöne Strecke, auf der alles möglich sein kann. Natürlich fahre ich dorthin, um Medaillen zu holen."

Quelle: APA

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