Wintersport

Nachtslalom in Flachau: Auch Johannes Strolz kann Serie nicht durchbrechen - als Vierter bester Österreicher

Johannes Strolz markiert klare Laufbestzeit beim Flachau-Nachtslalom - und scheitert als achter Halbzeit-Führender in Serie. Sieg an McGrath.

Ein Ski-Fest hat man sich zum Abschluss der zweiten Corona-Winters noch einmal gewünscht beim ÖSV - und das wurde es auch: Vor 10.300 Besuchern wurde den meisten Läufern im Flachauer Nachtslalom trotz knackigen Minusgraden allein schon wegen der Kulisse und der tollen Stimmung warm ums Herz. Vor allem einem: Der Norweger Atle Lie McGrath machte sich zum achten Saisonsieger und feierte seine Führung schon euphorisch, obwohl der klare Leader nach dem ersten Lauf noch oben gestanden ist. Doch der Vorarlberger Johannes Strolz scheiterte an einer kuriosen Serie, die sich schon durch den ganzen Slalom-Winter zieht. Nur Clement Noel im ersten Saison-Slalom konnte aus der Halbzeit-Führung einen Sieg machen, in den weiteren acht Slaloms (mit Olympia sogar neun) scheiterte der Halbzeit-Führende.

Dabei schien dies diesmal fast ausgeschlossen: Strolz deklassierte im ersten Lauf die Konkurrenz, legte fast eine Sekunde Vorsprung hin. Strolz ließ sich nach dem ersten Lauf nicht gratulieren. "Ich habe jedes Tor optimal erwischt, aber es ist erst die halbe Miete", meinte Strolz. Er sollte Recht behalten, am Ende gab es "nur" Rang vier. "Ich habe im zweiten Lauf Probleme gehabt, um die richtige Position über dem Ski zu finden. Aber Rang vier ist auch okay."

Damit führte Strolz ein Österreicher-Paket an: Strolz, Marco Schwarz und Manuel Feller landeten auf den Rängen vier bis sechs. Was vor allem Schwarz erfreut hat. "Seit Garmisch läuft es wieder, das Gefühl ist wieder da."

Die Vorentscheidung im Slalom-Weltcup wurde wieder einmal verschoben: Henrik Kristoffersen hatte nach einem schweren Fehler samt Wutausbruch im ersten Lauf Glück, dass er im zweiten Durchgang dabei war und Schadensbegrenzung betreiben konnte. Der Norweger rettete seine Führung in das Saison-Finale kommende Woche in Courchevel, Feller folgt mit 70 Punkten Rückstand. Feller: "Es hilft nur mehr voller Angriff."

Mit einer schönen Geste wartete der ÖSV auf: Man spendete 25.000 Euro aus den Eintrittsgeldern der Aktion "Helping Hands", mit der Uniqa, Rotes Kreuz und Caritas in der Ukraine helfen wollen.

Das Rennen zum Nachlesen im Ticker:

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