Wintersport

Nächste ÖSV-Pleite: Lara Gut gewinnt in Lake Louise

Mit dem 20. Weltcupsieg im Gepäck kehrt die Schweizerin Lara Gut von den Speedrennen in Lake Louise heim. Die Weltcup-Titelverteidigerin gewann den wegen Schneefalls verspätet begonnenen Super-G vor der Liechtensteinerin Tina Weirather (0,10 Sek. zurück) und der Italienerin Sofia Goggia (0,59). Beste Österreicherin in dem stark verkürzten Rennen wurde Nicole Schmidhofer als Achte (0,88).

Nächste ÖSV-Pleite: Lara Gut gewinnt in Lake Louise SN/APA (AFP)/MARK RALSTON
Die Schweizerin feierte ihren 20. Weltcupsieg.

Siegerin Gut nahm den Super-G nach Abfahrtsrang zwei vom Vortag als "neue Chance". Es sei nicht einfach zu fahren gewesen, weil ziemlich weich, erklärte sie. "Das sind Verhältnisse, wo Tina stark ist. Da habe ich mir gesagt, so schlecht war es auch nicht." Weirather, am Samstag Neunte, war happy, dass sich nach dem "unfairen" Abfahrtsrennen vom Vortag das Blatt gewendet hatte. "Ich war sauer. Ich habe versucht, das mit ins Rennen zu nehmen und die Wut positiv umzuwandeln. Das ist gut gelungen. Man hat attackieren müssen, denn es war wenig drinnen im Lauf." Der Abstand zur Drittplatzierten war bereits groß, dahinter gab es dann sehr enge Abstände.

Beste Österreicherin wurde Nicole Schmidhofer auf Platz acht, die nach ihrem Kreuzbandriss im vergangenen Winter auf einem guten Weg zurück ist. "Es ist hier jeden Tag besser gegangen, ich habe mich super steigern können. Die Coaches haben mir Selbstvertrauen gegeben. Ich bin super stolz, dass es gut gegangen ist", sagte die Steirerin.

Cornelia Hütter als Elfte und Mirjam Puchner als Zwölfte punkten ebenfalls gut, der Rückstand mit einer Sekunde fiel angesichts der kurzen Laufzeit von knapp mehr als einer Minute aber hoch aus. Auch angesichts der mäßigen Leistungen in den beiden Abfahrten wartet gesamt noch einiges an Arbeit auf das ÖSV-Damen-Speedteam. Eine tolle Vorstellung lieferte Christine Scheyer, die mit Startnummer 48 noch auf Rang 15 fuhr. Weltcuppunkte gab es auch für Stephanie Venier (26.) und Ramona Siebenhofer (27.).

Nach den Plätzen 18 und 13 in den Abfahrten landete die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin als 34. dieses Mal außerhalb der Punkteränge, im Gesamtweltcup reist sie aber mit einem Vorsprung von 28 Punkten auf Gut und 91 auf Goggia nach Europa. Tagesfünfte wurde die Slowenin Ilka Stuhec, die zuvor in Lake Louise in beiden Abfahrten zugeschlagen hatte.

Knapp zwei Stunden vor dem dann tatsächlichen Rennbeginn hatten nur noch wenige mit einer Durchführung des Super-G gerechnet. Es schneite stark und in der Piste befand sich noch viel Neuschnee, der hinausgerutscht werden musste. "Wir haben den Start runterverlegt, um es realistischer zu machen. Ich hoffe immer noch, dass es klappen könnte, aber es schaut schon schwierig aus", hatte FIS-Renndirektor Atle Skaardal in einem ORF-Fernsehinterview gesagt. Die Mühen lohnten sich dann doch.

Die Nationalteams kehren nun zurück nach Europa, wo am kommenden Wochenende die Technikerinnen in Sestriere einen Riesentorlauf und einen Slalom bestreiten werden. Die nächsten Speedrennen stehen am 17. und 18. Dezember in Val d'Isere auf dem Programm.

Quelle: APA

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