Nordische Kombination

Greiderer in Ruka bei deutschem Triple-Sieg als bester Österreicher Sechster

Lamparter nach Riiber-Disqualifikation Achter, aber angefressen - Weber unerwartet Tagessieger und Weltcup-Leader − Salzburger Seidl und Rettenegger landeten auf den Rängen 19 und 14.

Lukas Greiderer musste sich im Skispringen mit Rang zwölf begnügen. SN/GEPA pictures
Lukas Greiderer musste sich im Skispringen mit Rang zwölf begnügen.

Der zweite Weltcup-Bewerb der Nordischen Kombinierer in Ruka hat einen deutschen Triple-Erfolg gebracht. Der schon nach dem Sprung überraschend vorangelegene Terence Weber gewann 1,2 Sek. vor Eric Frenzel und 2,3 Sek. vor Vinzenz Geiger. In einer großen Spitzengruppe wurde Lukas Greiderer als bester ÖSV-Athlet Sechster (+3,4), Johannes Lamparter als Vortageszweiter belegte Rang acht (+4,5). Weber ist Gesamtweltcup-Leader, nachdem Jarl Magnus Riiber disqualifiziert worden war.

Riiber verlor sein Gelbes Trikot

Der Norweger war schon vor dem Springen aus dem Rennen genommen worden, sein Anzug war nicht regel-konform gewesen. Der Titelverteidiger im Weltcup hatte das Gelbe Trikot seit dem zweiten Bewerb 2018/19 ununterbrochen in seinem Besitz, davor hatte es Mario Seidl innegehabt. Lamparter fehlten für den Platz an der Spitze letztlich nur zwei Punkte bzw. ein Platz oder 0,2 Sek. Franz-Josef Rehrl verzichtete auf den Langlauf, da sich der Steirer nicht ganz fit und etwas erschöpft gefühlt hat.

Große Gruppe machte Rennen schwierig

Lamparter hatte sich mehr erwartet. Nach dem Springen nur Elfter, war er u.a. mit dem zwölftplatzierten Greiderer in den ersten beiden 2,5-km-Runden zur Spitze gelaufen, in einer großen Gruppe leistete der 20-jährige Doppel-Weltmeister einiges an Führungsarbeit. "Dass es so eine große Truppe wird, hätte ich nie gerechnet. Es war sehr schwierig das Ganze", sagte Lamparter im ORF-Interview.

Lamparter war "selber schuld"

Er habe dann Fehler gemacht und sei "auf sich angefressen". Auch sei es ärgerlich, dass er das Gelbe Trikot so knapp verpasst habe. "Selber schuld", meinte Lamparter. Greiderer hingegen äußerte sich nach seinem zweiten sechsten Rang en suite zufrieden: "Es war extrem hart, es war ein cooles Rennen, wir haben gut zusammengearbeitet. Das Tempo war von Anfang an extrem hoch, wir waren aber zu schnell. Es war ein cooler Fight." Am Sonntag steht der dritte Ruka-Bewerb auf dem Programm.

Seidl fiel erneut in der Loipe zurück

Der Vortages-Vierte Seidl hatte das Springen auf Platz vier beendet. In der Loipe fiel der Salzburger wieder zurück und wurde einen Rang hinter Landsmann Thomas Jöbstl 19. Davor landeten in einem engen Ausgang mit Martin Fritz (+8,4) und dem Pfarrwerfner Stefan Rettenegger (+10,8) als 12. und 14. noch zwei weitere Österreicher.

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