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Nordische Ski-WM 2019

Daniela Iraschko-Stolz: "Jetzt kann ich es genießen"

Daniela Iraschko-Stolz ist es schon öfter gelungen, trotz Verletzungen kurz vor einem Großereignis noch Edelmetall zu holen. Doch just vor der Heim-WM, die ein Ansporn zur Karriere-Fortsetzung der 35-Jährigen war, wurde es eng. Nach einer Lungenentzündung begann die Ex-Weltmeisterin erst eine Woche vor ihrem WM-Start wieder mit dem Training.

Daniela Iraschko-Stolz feierte einen Achtungserfolg. SN/GEPA pictures
Daniela Iraschko-Stolz feierte einen Achtungserfolg.

Doch ihr Langzeit-Coach Harald Rodlauer, der zu Saisonbeginn als ÖSV-Cheftrainer zu den Damen zurückgekehrt war, fand offenbar den richtigen Weg. "Wir haben gewusst, dass man körperlich in einer Woche nicht viel verbessern kann, daher haben wir probiert, das mit Techniktraining auszugleichen", sagte der Steirer. Doch die Perfektionistin zweifelte, spürte das Kraft-Manko im Vergleich zu besseren Tagen.

Als Iraschko-Stolz auch nach dem ersten Durchgang und dem achten Rang unzufrieden war, lockte der Coach sie aus der Reserve. "Ich habe ihr gesagt, sie soll heimfahren, wenn sie unzufrieden ist", erzählte Rodlauer der APA am Tag danach. Iraschko-Stolz löste es auf ihre Weise: Mit dem zweitbesten Sprung des Finales eroberte sie Bronze. Es war ihre vierte WM-Medaille. Das zeichne Ausnahmeathleten aus, sagte Rodlauer. "Auch beim Silber in Sotschi hat sie im zweiten Durchgang eine Rakete gezündet."

Für Iraschko-Stolz war die Heim-WM das große Ziel. "Ich habe immer gesagt, bis dahin kämpfe ich." Dann sei aber die gesamte Saison problematisch gewesen, mit Sturz und Erkrankungen. "Da ist irgendwie das Kartenhaus zusammengebrochen. Aber mir haben so viele Leute wieder aufgeholfen", sagte die Wahl-Innsbruckerin.

Sie hat am Samstag im Mixed-Bewerb gemeinsam mit der am Mittwoch fünftplatzierten Eva Pinkelnig und zwei Herren sogar die Chance auf den Medaillen-"Hattrick". "Ich hätte die Wettkämpfe gerne verschoben, aber jetzt habe ich die Sicherheit, da freue ich mich definitiv am meisten drauf", sagte Iraschko-Stolz. "Jetzt weiß ich, was ich zu tun habe und kann es genießen."

Den freien Tag am Donnerstag verbrachte Iraschko-Stolz auch mit dem Anfeuern der Nordischen Kombinierer in deren Einzelbewerb, die Kolleginnen der Polizistin waren als Bundesheer-Angehörige mit einem Blackhawk-Helikopter unterwegs.

Quelle: APA

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