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Nordische Ski-WM 2019

Therese Johaugs zweiter WM-Streich - Stadlober starke Achte

Therese Johaug ist auch in ihrem zweiten WM-Bewerb in Seefeld zu Gold gelaufen. Die Norwegerin gewann über 10 km in der klassischen Technik 12,2 Sekunden vor der sensationellen Schwedin Frida Karlsson. Bronze ging an Johaugs Landsfrau Ingvild Flugstad Östberg. Teresa Stadlober zeigte sich bei frühlingshaften Verhältnissen bestens von ihrer Verkühlung erholt und überraschte mit Rang acht.

Gold an Therese Johaug SN/APA/BARBARA GINDL
Gold an Therese Johaug

Der Salzburgerin gelang nach der krankheitsbedingten Absage des Skiathlons ein erfreulich starker erster Auftritt bei der Heim-WM. "Es ist unvorstellbar, weil die letzten Tage so turbulent waren und ich gestern noch gar nicht wusste, ob ich laufen kann. Ich bin über den achten Platz überglücklich. Ich kann es gar nicht glauben, besser hätte es nicht laufen können", jubelte die Salzburgerin, die vor 9.700 Zuschauern, der Großteil davon aus Skandinavien, sogar kurzärmlig unterwegs gewesen war.

Das gute Abschneiden sei auch deshalb so unerwartet, weil ihr die eigentlich nötige Rennvorbereitung komplett gefehlt habe. "Darum bin ich umso überraschter, dass ich Topleute geschlagen habe", sagte die 26-jährige. Ihr bestes WM-Ergebnis, Rang sechs im Skiathlon 2017 in Lahti, verpasste sie nur knapp.

Das Rennen verstärke ihre Zuversicht für ihre eigentliches Hauptziel, den 30-km-Skatingmassenstart am Samstag, deutlich. "Nachdem es so gut gegangen ist, freue ich mich unendlich auf den 30er. Das Rennen gibt mir immens Selbstvertrauen."

Ob nun vielleicht sogar wieder eine Medaille möglich sei, hänge von vielen Faktoren wie Tagesform, Rennverlauf und Material ab. "Eine Medaille ist schwierig. Ich bin heute nur ein paar Sekunden hinter Platz fünf, man wird sehen. Es ist wieder ein anderes Rennen, aber ich bin zuversichtlich. Der Massenstart liegt mir sicher mehr", so Stadlober. Ihre Teamkollegin Lisa Unterweger belegte Rang 31.

Die vor dieser Saison von einer 18-monatigen Dopingsperre zurückgekehrte Johaug jubelte indes über ihren bereits neunten WM-Titel, in Tirol hatte sie auch schon im Skiathlon triumphiert. Neben ihr am Siegespodest stand mit Silber völlig überraschend Karlsson, der nur 12,2 Sekunden auf Johaug fehlten. Die 19-Jährige hatte nach zwei Goldenen bei der Junioren-WM erst Mitte Februar in Cogne mit Rang sieben unmittelbar vor Stadlober ein hervorragendes Weltcupdebüt gegeben. Bei der WM gelang ihr nach Platz fünf im Skiathlon nun der erste ganz große Coup.

Johaug sprach von einem besonders harten Rennen. "Ich habe mit mir selbst gekämpft. Es war schwierig mit der Hitze und der schwierigen Strecke. Ich bin froh, dass ich Frida Karlsson noch geschlagen habe", sagte die Weltmeisterin, die für die sechste norwegische Goldene im siebenten Langlauf-Rennen der WM gesorgt hatte.

Von Karlsson werde man in Zukunft noch viel hören, ergänzte Johaug. "Es ist cool, dass sich eine junge Läuferin so stark präsentiert." Die angesprochene Schwedin war überwältigt. "Ich kann es nicht glauben, was da passiert ist. Silber bedeutet mir sehr viel."

ÖSV-Läuferin Lisa Unterweger war mit ihrem Rennen auf Rang 31 zufrieden. "Es ist schwer, wenn man mit Nummer zwei startet, das Ganze einzuschätzen. Sicher sage ich mir, Top 30 wäre super gewesen, aber es war wichtig zu sehen, dass ich eine super Zeit laufen kann", meinte die Steirerin.

Quelle: APA

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