Wintersport

Norweger Riiber gewann ungefährdet "Triple" in Seefeld

Jarl Magnus Riiber hat in Seefeld elf Monate nach dem WM-Titel auch die Trophäe für das Weltcup-"Triple" der Nordischen Kombination erobert. Der 22-Jährige kürte sich bei der 7. Auflage zum ersten norwegischen Sieger, er hatte 50,2 Sekunden Vorsprung auf seinen Landsmann Jörgen Graabak. Lukas Greiderer verbesserte sich am Schlusstag als bester Österreicher auf den siebenten Rang.

Riiber verteidigte erneut Vorsprung in der Loipe SN/APA/BARBARA GINDL
Riiber verteidigte erneut Vorsprung in der Loipe

Riiber beeindruckte auf den Anlagen der WM 2019 Freund und Feind. Mit den drei Tagessiegen schraubte er die Zahl seiner Saisonerfolge auf elf in bisher 13 Bewerben sowie auf insgesamt 24 und kassierte ein Preisgeld von 24.000 Franken (22.400 Euro) brutto. "Das Triple war lange Zeit mein Ziel, ich bin erleichtert, dass ich es jetzt geschafft habe", sagte der Gesamt-Zweite von 2018. Sein Preisgeld - in diesem Winter waren es bisher 116.000 Franken (108.500 Euro) - will er für ein Apartment in seiner Heimat sparen.

Greiderer machte am Sonntag nach gutem Sprung in einer Gruppe mit den starken Läufern Eric Frenzel (GER/5.) und Ilkka Herola (FIN/6.) dank fünftbester Zeit auf der 15-km-Distanz noch zwei Plätze (+1:23,0 Min.) gut. "Mit dem siebenten Platz kann ich schon zufrieden sein. Ich wollte nicht noch einmal Neunter werden, wie an den Tagen zuvor", meinte der 26-jährige Tiroler. "Wenn man nicht gleich von Anfang an vorne dabei ist, geht sich das Podest bei diesem Modus nicht mehr aus." Der drittplatzierte Deutsche Vinzenz Geiger lag 32,9 Sekunden vor ihm.

Franz-Josef Rehrl, der in der Vorwoche den bisher einzigen ÖSV-Podestplatz erreicht hatte, musste am Ende mit dem 18. Platz (2:46,9) vorliebnehmen. "Läuferisch war ich gut drauf, schade, dass ich es im Springen liegengelassen habe", sagte der dreifache WM-Dritte. Er hatte sich mit dem besten Sprung des Tages vom 19. auf den 10. Platz verbessert, musste aber im Langlaufrennen dem zu hohen Anfangstempo mit dem Aufschließen zur Gruppe um Greiderer Tribut zollen.

"Ilkka Herola hat so angedrückt, dass ich mich bei der Hälfte schon hinlegen wollte. Ich habe dann rausgenommen, aber für heute bin ich zufrieden. Leider musste ich die Vortage mitschleppen", bilanzierte der enttäuschte Ramsauer. Die nun wegen der Absage von Otepää folgende zweiwöchige Pause will er nützen. "Jetzt muss ich mein Setup wieder auf ein Niveau bringen, dass ich wieder angreifen kann."

Lukas Klapfer wurde im Sprint um den zehnten Rang 13. (+2:33,5). "Das war ein versöhnlicher Abschluss. Ich weiß, woran ich noch arbeiten muss", sagte der steirische Routinier und übte auch Selbstkritik. "An den ersten zwei Tagen habe ich mir auf der Schanze zu wenig zugetraut."

Auch Cheftrainer Christoph Eugen sah nach den Schwächen im Springen an den ersten zwei Tagen am Schlusstag eine Wende zum Besseren. "Da haben sie sehr gut gearbeitet, leider haben sie sich am Freitag und Samstag selbst zu viel Druck gemacht. Läuferisch waren wir generell stark, das hat gepasst." Der versöhnliche Abschluss sei wichtig gewesen, betonte der Steirer. "Denn jetzt wissen sie, hoppla, es geht ja doch."

Riibers Dominanz setzte sich auch beim Saisonhöhepunkt fort, er feierte wie Eric Frenzel bei den ersten drei Auflagen einen Start-Ziel-Sieg. Die Überlegenheit musste auch Graabak anerkennen. "Ich bin in der besten Form meiner Karriere, aber leider ist Jarl Magnus jetzt eine oder zwei Stufen über mir", sagte der Olympiasieger von 2014. Er fand aber auch Positives in dieser Situation. "Er pusht mich immer weiter, es ist ein Privileg, mit ihm im Team zu sein." Greiderer meinte, man müsse die Überlegenheit Riibers neidlos anerkennen. "Da geht es für uns nur um den zweiten Platz."

Quelle: APA

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