Wintersport

ÖSV-Adler um Mixed-Medaille - Deutschland Favorit

Es ist ein kleiner Kreis von Nationen, die bei der Nordischen Ski-WM in Lahti für Edelmetall im Mixed-Bewerb im Skispringen infrage kommen. Österreich zählt am Sonntag (16.30 Uhr) dazu, doch Topleistungen werden nötig sein, um gegen Titelverteidiger Deutschland, Japan, Slowenien, Russland und Norwegen zu bestehen.

Jacqueline Seifriedsberger hofft auf mehr Glück im Mixed-Bewerb.  SN/APA/ROLAND SCHLAGER
Jacqueline Seifriedsberger hofft auf mehr Glück im Mixed-Bewerb.

Zuletzt hatte das ÖSV-Quartett 2015 das Podest verpasst, bei der Premiere 2013 hatte es Silber gegeben. In Finnland gilt Deutschland dank je zwei starker Damen und Herren auch ohne den verletzten Severin Freund als Topfavorit.

Japan, Weltmeister von 2013, profitiert von den überaus starken Damen. Noriaki Kasai und Taku Takeuchi hatten am Freitagabend schon "Teambuilding" betrieben, indem sie als einzige Skispringer die Damen in deren Bewerb unterstützten. Auch Slowenien (mit den Prevc-Brüdern) dürfte um Edelmetall mitmischen und Russland ist eine Überraschung zuzutrauen. Norwegen fehlt eine zweite starke Dame neben der WM-Vierten Maren Lundby, Italien schwächelt bei den Herren.

Im ÖSV-Team sind die Herren gut aufgestellt, die Damen besitzen auf dem schwierig zu springenden, kleinen Salpausselkä-Bakken noch Steigerungspotenzial. Daniela Iraschko-Stolz und Jacqueline Seifriedsberger peilen ihr jeweils drittes WM-Edelmetall an und sahen sich nach dem Einzelbewerb (9. bzw. 7. Platz) auf einem guten Weg.

"Ich hatte wenig Fluss in den Sprüngen, aber am Freitag war es ein Schritt in die richtige Richtung. Das stimmt mich positiv für Sonntag", sagte Ex-Weltmeisterin Iraschko-Stolz. "Ich habe zuviel gewollt, mit mehr Lockerheit passt das System besser."

Seifriedsberger hatte sich im Bewerb gesteigert, sie war mit dem siebenten Platz zufrieden. Doch die WM-Dritte von 2013 weiß, dass es besser geht. "Es läuft nach dem Absprung noch nicht so flüssig weiter", sagte Seifriedsberger und betonte, dass am Sonntag Spitzenleistungen von allen vier Österreichern nötig sind. "Jeder muss seine Zwetschken beisammen haben, damit das Stockerl möglich ist."

Quelle: APA

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