Wintersport

ÖSV-Cheftrainer Puelacher vor Kitz: "Überraschung gibt's trotzdem keine"

Kaiserwetter ab Mittwoch in Kitzbühel: Die Vorfreude auf die Hahnenkammrennen steigt auch bei ÖSV-Chefcoach Andy Puelacher - trotz aller Probleme in der Abfahrt.

Kitzbühel macht sich bereit zur großen Sause – diesmal vermutlich sogar wieder ab dem Originalstart wie zuletzt im Jahr 2013.  SN/gepa
Kitzbühel macht sich bereit zur großen Sause – diesmal vermutlich sogar wieder ab dem Originalstart wie zuletzt im Jahr 2013.

Dieser Wetterbericht trieb ÖSV-Cheftrainer Andy Puelacher am Montag trotz aller Widrigkeiten in den letzten Wochen wieder einmal ein Lächeln auf die Lippen. Denn prognostiziert sind ab Mittwoch Sonnenschein, Kaiserwetter und tiefe Temperaturen (von minus 15 bis maximal 0 Grad). "Ich hoffe, dass dies auch so bleibt, denn dann wird das ein großartiges Wochenende für unseren Sport", meinte Puelacher.

Zum einen steigt dann die Chance auf eine Austragung der Streif in Originallänge, was zuletzt auch nicht oft der Fall war: In den letzten zehn Jahren gab es nur vier Mal ein Rennen ab dem Originalstart, 2007 fiel die Abfahrt wegen eines Warmwettereinbruchs und Sturm "Kyrill" aus, fünf weitere Male wurde entweder verkürzt oder wegen Schneemangels über die Variante Ganslernhang statt Hausberg gefahren. Zum letzten Mal wurde 2013 auf der Originalstrecke gefahren, da siegte der Südtiroler Dominik Paris. Zum anderen sollte es heuer keine Sichtprobleme geben, denn die waren im letzten Jahr mit ein Auslöser der zahlreichen Stürze. "Eine Streif ohne Unfallopfer wäre natürlich auch ein Ziel", so der Chefcoach.

Ein Ziel wäre auch einmal ein Wochenende ohne Absage. Denn nach vier Abfahrts-Absagen steht Puelacher in Sachen WM-Aufstellung unter Druck. "Ich kann nicht einmal exakt sagen, wer gut in Form ist und wer nicht. Die Trainingsergebnisse sind mir da zu wenig."

Daher hofft auch der Chefcoach, dass vor der WM noch eine weitere Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen nachgeholt wird. "Wir müssen bei Absagen künftig flexibler werden, das trifft auf die FIS, die TV-Rechteinhaber und die Sponsoren zu. Im Notfall müssen es halt Doppel-Abfahrten sein." Die Absagen an sich verteidigt er jedoch: "Die Nordamerika-Rennen wurden zuvor abgesagt und Santa Caterina und Wengen wären auf keinen Fall gegangen. Das muss man akzeptieren", sagt er zu gegenteiligen Ansichten, die etwa Kjetil Jansrud geäußert hat.

Verändert das die Ausgangslage vor Kitzbühel? "Es gibt mehr Sieganwärter als in den Jahren zuvor, aber eines ist auch klar: Einen Überraschungssieger wird es auf der Streif auch heuer keinen geben."

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