Wintersport

ÖSV-Debakel im Slalom von Madonna di Campiglio

Im letzten Rennen vor Weihnachten kam der beste Österreicher auf Platz 20. Über den Slalomsieg in Madonna di Campiglio jubelte der Norweger Sebastian Foss-Solevaag.

Madonna-Sieger Sebastian Foss-Solevaag.  SN/GEPA pictures
Madonna-Sieger Sebastian Foss-Solevaag.

Die gute Laune, mit der der ÖSV noch Alta Badia verlassen hat, die war Mittwoch nach dem Nachtslalom von Madonna di Campiglio komplett verflogen: Der ÖSV erlitt im letzten Rennen vor Weihnachten eine ganz böse Bescherung, der 20. Rang von Michael Matt war eine sogar historische Pleite, denn noch wie war der ÖSV in Madonna schlechter klassiert als auf Rang 14.

Selbst die Entscheidung war an diesem Tag kurios: Der Franzose Clemet Noel hatte schon einen Vorsprung von über einer Sekunde vor dem Ziel, als er am letzten Tor vorbei gefahren ist. "Auf diese Art und Weise bin ich noch nie ausgeschieden, ich weiß nicht, was heute passiert ist. Ich kann nur mitnehmen, dass ich auch auf diesen Bedingungen schnell bin." So erbte mit dem Norweger Sebastian Foss-Solevaag einer, den wohl niemand auf der Rechnung hatte, den Sieg.

Beim ÖSV startet unterdessen die Fehlersuche im Slalom, denn nach der Pleite von Val d'Isere gab es nun auch in Madonna eine Abfuhr. Die hatte maßgeblich mit den Bedingungen zu tun, auch wenn Cheftrainer Andreas Puelacher dies nicht als Ausrede verwenden wollte. "Die Bedingungen als Grund sind mir zu einfach, es liegt schon an unserer Leistung. Wir haben richtig viel Arbeit vor uns."

Das greift allerdings ein bisschen zu kurz: der ÖSV hat die letzten Wochen wie gewohnt auf stark vereisten Pisten trainiert, die FIS setzt nun etwas unerwartet auf weniger Wasser in den Pisten. Damit werden die Bedingungen anders, die oft sehr aggressiven Ski-Abstimmungen für eisige Verhältnisse sind damit nachteilig. Das wusste man offenbar: Vor dem Slalom in Madonna hat der ÖSV bei der FIS interveniert, um härtere Pisten zu bekommen. Die Lösung in Madonna war so oder so grenzwertig: Im oberen Teil wurde mit Wasser nachgearbeitet, im unteren Teil nicht. "Es war damit sehr schwierig eine Abstimmung zu finden", meinte Fabio Gstrein.

Von Glück war das Team auch nicht verfolgt, Marco Schwarz und Manuel Feller schieden nach starken Teilzeiten im ersten Durchgang aus, Christian Hirschbühl fehlte coronabedingt - und der kaderlose "Trainingsgast" Johannes Strolz war nach dem ersten Durchgang bester Österreicher (11.), schied dann aber nach wenigen Toren aus. Es ging eben alles schief.

Das Rennen zum Nachlesen im Liveticker

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