Wintersport

ÖSV-Kombinierer als "Jäger" in Ramsauer Heimbewerbe

Der bisher letzte Podestplatz eines ÖSV-Kombinierers in Ramsau am Dachstein liegt vier Jahre zurück. "Das kann man nicht erwarten, das muss passieren", sagte ÖSV-Cheftrainer Christoph Eugen vor den Weltcup-Bewerben am Wochenende. Die Österreicher starten in der Heimat als "Jäger". Topfavoriten sind die Deutschen, die durch Johannes Rydzek und Eric Frenzel alle vier Saisonbewerbe gewonnen haben.

ÖSV-Kombinierer als "Jäger" in Ramsauer Heimbewerbe SN/APA (AFP)/MARKKU ULANDER
Wilhelm Denifl stand heuer schon auf dem Podest.

Bernhard Gruber und Lukas Klapfer, zwei der erfolgreichsten Athleten im Team von Eugen, haben zu Beginn des WM-Winters noch Aufholbedarf. Dem Weltmeister aus dem Gasteinertal fehlt es im Springen an Lockerheit und der Steirer hat nach einem Schlüsselbeinbruch noch etwas Rückstand.

Just der Team-Senior Wilhelm Denifl und zwei junge Athleten sind in die Bresche gesprungen. Der 36-Jährige Tiroler hat als Zweiter in Ruka die bisher beste Platzierung geholt. Dort war Mario Seidl (24) als Vierter knapp an seinem ersten Karriere-Podestplatz dran. Und David Pommer (23) landete in allen vier Konkurrenzen unter den ersten zwölf.

"Wir sind mannschaftlich geschlossener geworden, wir sind gut dabei und können uns in Ramsau besser schlagen als in den Vorjahren", meinte der Cheftrainer. Im Vorjahr hatte Klapfer als Zehnter den einzigen Top-Ten-Platz in den zwei Ramsau-Bewerben geholt.

Pommer hat von den ersten zwei Stationen in Ruka und Lillehammer viel Selbstvertrauen mitgenommen. "Das Feld wird sicher wieder sehr eng beisammen sein, da muss man auf der Loipe seine taktischen Finessen ausspielen. Ich bin mir sicher, dass mir die veränderte Loipenführung zugutekommt", sagte der Tiroler. Mit Prognosen ist er vorsichtig. "Die Top-Ergebnisse müssen von selbst passieren."

Der Steirer Lukas Klapfer sieht nach der Verletzung im Laufen und Springen einen Aufwärtstrend. "Ich hoffe, dass ich mich im Vergleich zu den letzten Wettkämpfen schon dieses Wochenende steigern und an meine alte Stärke anknüpfen kann. Die neue Streckenführung ist etwas selektiver, da muss man taktisch anders agieren als in den letzten Jahren", meinte der 30-Jährige, der mit dem ÖSV-Team 2014 Olympia-Dritter war.

Die Ramsauer Schanze (HS 98 m) ist die kleinste im Weltcup, da sind die Unterschiede meist gering. Von den heimischen Athleten sind jedenfalls starke Leistungen im Springen gefragt. Denn es sei wichtig, für den 10-km-Lauf in einer vorderen Gruppe zu sein, betonte Eugen. Die Strecke wurde etwas verändert, wegen des verlängerten letzten Anstiegs ist die 2,5-km-Runde noch anspruchsvoller.

ÖSV-Team Ramsau am Dachstein: Bernhard Gruber, Mario Seidl, Bernhard Flaschberger (alle S), David Pommer, Wilhelm Denifl (T), Franz-Josef Rehrl, Lukas Klapfer (St), Philipp Orter (K) sowie Nationales Kontingent: Tomaz Druml (K), Paul Gerstgraser (S), Lukas Greiderer (T)

Quelle: APA

Aufgerufen am 19.11.2018 um 03:36 auf https://www.sn.at/sport/wintersport/oesv-kombinierer-als-jaeger-in-ramsauer-heimbewerbe-610273

Schlagzeilen