Wintersport

ÖSV-Kombinierer gehen mit Gruber/Denifl in WM-Team-Sprint

Österreichs Nordische Kombinierer gehen am Freitag (15.00/17.15 Uhr MEZ) bei den Weltmeisterschaften in Lahti mit dem Duo Bernhard Gruber/Wilhelm Denifl in den Team-Sprint. Dies gab die ÖSV-Führung am Donnerstagnachmittag bekannt. Es ist der vierte und letzte Bewerb der Kombinierer bei diesen Titelkämpfen.

2013 holte das Duo Silber.  SN/APA (EXPA)/EXPA/ Juergen Feichte
2013 holte das Duo Silber.

Cheftrainer Christoph Eugen entschied sich, die Routiniers in seiner Mannschaft für den Team-Sprint zu nominieren. Der 36-jährige Wilhelm Denifl und der 34-jährige Bernhard Gruber greifen am Freitag im letzten Kombi-Bewerb dieser WM nach der möglichen zweiten Medaille für das ÖSV-Kombinierer-Team nach Bronze im Mannschafts-Bewerb.

"Entschieden haben wir uns deshalb so, weil sich beide auf der Schanze sehr gut zurechtfinden. Speziell da in Lahti, wo es windig ist. Und sie können auch sehr stark in der Loipe sein", erklärte Eugen. Zudem hat auch er den Vize-Weltmeister-Titel dieses Duos vor vier Jahren nicht vergessen. "Sie haben im Val di Fiemme gemeinsam Silber geholt und das sollte ein bisserl beflügeln", hofft Eugen.

Gruber, der im Einzel von der Großschanze als Weltmeister entthront wurde, ist damit der einzige Kombinierer, der in allen vier Bewerben am Start ist. "Wir werden auf jeden Fall schauen, dass wir auf der Schanze gute Sprünge absolvieren und eine gute Basis legen", verspricht der Salzburger. "Willi hat hier super Sprünge gezeigt und ich auch ganz gute, läuferisch sind wir auch ganz gut aufgestellt."

Die auch für Freitag zu erwartenden tiefen und nassen Bedingungen stören Gruber nicht. "Wir haben gesehen, dass wir da immer gutes Material haben, dank unserer Serviceleute. Es war im Einzelbewerb auch relativ tief und nass und wir sind auf die Verhältnisse eingestellt."

Team-"Oldie" Denifl freut sich auf seinen zweiten Einsatz, nachdem er bei den Bewerben auf der Normalschanze hatte zuschauen müssen. "Immer wenn wir zwei zusammen gestartet sind, waren wir relativ weit vorne. Ich freue mich schon. Auf Social Media schicken mir die Leute Bilder von 2013 zu und da kommt man schon auf gute Gedanken", frohlockte er.

Der Team-Sprint wird zum dritten Mal bei Weltmeisterschaften ausgetragen. Für die internationale Konkurrenz gilt es, den "Goldrausch" von Johannes Rydzek zu beenden. Der Deutsche ist nach bereits dreimal Gold Fixstarter und wird aller Voraussicht nach wohl Eric Frenzel zur Seite haben. Das DSV-Duo ist natürlich Favorit in diesem selten gelaufenen Wettkampf, der in dieser Weltcup-Saison nur Mitte Jänner im Val di Fiemme auf dem Programm stand, Favorit. Damals war der Bewerb aber nicht topbesetzt, auch Rydzek und Frenzel waren nicht am Start.

Gelaufen wird abwechselnd jeweils fünfmal eine 1,5-km-Schleife, also insgesamt 15 km. Das Ziel der Österreicher ist es jedenfalls, dem Team-Bronze vom vergangenen Sonntag ein weiteres Edelmetall folgen zu lassen. Nicht zuletzt deshalb galt es, den Gegnern wie den Franzosen, Norwegern, Japanern und auch Finnen nicht vorzeitig etwas über die Aufstellung zu verraten.

"Es ist gar nicht so einfach. Es ist extrem wichtig, dass wir auch springerisch dabei sind. Wenn man sieht, dass die Deutschen, die Franzosen alle zwei gute Springer haben", sagte ÖSV-Cheftrainer Christoph Eugen. "So schnell kannst gar nicht schauen und du kannst nur noch um Bronze fighten."

Womit Eugen auch klarstellte, dass man durchaus um jeden Medaillenplatz kämpfen möchte. "Wir haben alle Farben im Visier. Alles was jetzt kommt ist Draufgabe, wir haben unsere Medaille gemacht. Wir werden auch im letzten Bewerb alles geben, um noch eine zu machen."

Für die auf einer Erfolgswelle reitenden Deutschen ist Edelmetall eine Bank. Der nunmehr insgesamt fünffache Weltmeister Johannes Rydzek, der u.a. auch Deutschlands Kombi-Legende Ronny Ackermann überholt hat, ist nun bei Weltmeisterschaften der erfolgreichste Kombinierer aller Zeiten. Mit fünf Gold- und vier Silbermedaillen sowie einmal Bronze liegt Rydzek nun vor dem Norweger Bjarte Engen Vik (5/3/0) und Jason Lamy Chappuis aus Frankreich (5/0/5). Österreichs allzeitbester Kombinierer ist immer noch Felix Gottwald (3/2/6).

(APA)

Aufgerufen am 24.11.2017 um 09:56 auf https://www.sn.at/sport/wintersport/oesv-kombinierer-gehen-mit-gruber-denifl-in-wm-team-sprint-80434

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