Wintersport

ÖSV-Speed-Damen im Schneesturm nach Kanada

Inmitten eines kräftigen Schneesturms haben Österreichs Abfahrtsdamen Colorado verlassen, um nach Kanada zu ihrem Speed-Auftakt zu fliegen. In Lake Louise erwartet Cornelia Hütter und Co. diesmal eine besondere Situation, weil inklusive Lindsey Vonn und Sofia Goggia fast ein Dutzend an Fahrerinnen verletzungsbedingt fehlt. Die Chance auf Spitzenplätze ist deshalb so groß wie lange nicht.

Hütter könnte die ÖSV-Fahnen hoch halten SN/APA (Techt)/HANS KLAUS TECHT
Hütter könnte die ÖSV-Fahnen hoch halten

Am Sonntag tauschen die Herren wie üblich mit den Damen die Zimmer im Fairmont-Chateau-Hotel am weltberühmten Louisensee, der alljährlich Zehntausende Besucher aus der ganzen Welt nach Alberta lockt. Auch die Ski-Damen haben aber hauptsächlich Augen für den Gegenhang, wo diesmal die drei Speedrennen ohne die 18-fache Lake-Louise Siegerin Vonn in Szene gehen. Die US-Amerikanerin, die ihre letzte Saison bestreitet und der noch vier Siege auf den Stenmark-Rekord (86 Siege) fehlen, hat sich im Training am Knie verletzt. Die Enttäuschung darüber hält sich offenbar in Grenzen. Vonn verbreitete intensiv Instagram-Videos ihrer rauschenden Thanksgiving-Party.

Österreichs Abfahrts-Damen kommen hingegen gut vorbereitet und fit zum Auftakt nach Kanada. "Ich bin zufrieden und guter Dinge. Wir haben unser Trainingsprogramm durchgebracht und einen guten internationalen Vergleich gehabt", bilanzierte Speed-Chef Roland Assinger nach dem Training in Copper Mountain (USA).

Das Fehlen vieler Konkurrentinnen würde natürlich Möglichkeiten eröffnen, gab Assinger zu. "Sicher steigen dadurch die Chancen. Aber gleichzeitig sind dafür andere da wie eine Ester Ledecka. Und lieber wäre mir, alle Starken wären da und wir würden trotzdem gut abschneiden." Die Situation ist dennoch speziell. "Als Hermann Maier verletzt war, hat Stephan Eberharter alles gewonnen."

Neben der aus Killington anreisenden Anna Veith sollte vor allem Cornelia Hütter in den zwei Abfahrten und dem abschließenden Super-G die ÖSV-Fahnen in Lake Louise hoch halten. Der Steirerin ist vergangenes Jahr trotz Verletzungspause und Materialwechsels gleich im Comeback-Rennen sensationell der Sieg in Kanada gelungen. In der zweiten, wegen eines Stromausfalls kuriosen Abfahrt, hatte sie beim ebenso überraschenden ersten Abfahrtssieg von US-Slalomstar Mikaela Shiffrin Platz vier belegt. Assinger: "Im Vorjahr hatte sie danach die Materialumstellung und ihre Verletzung zu verarbeiten. Ich hoffe, dass Conny nun konstanter vorne mitfahrt."

Quelle: APA

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