Wintersport

ÖSV-Springerinnen vor Heimbewerben voller Euphorie

Acht Siege, zwanzig Podestplätze durch vier verschiedene Athletinnen und überlegene Führung im Nationencup. Die ÖSV-Skispringerinnen aus dem Team von Cheftrainer Harald Rodlauer kommen angesichts der jüngsten Vorstellungen auf der Weltcup-Bühne voller Euphorie zu den zwei Heimbewerben am Wochenende (14.15 bzw. 14.30 Uhr/live ORF 1) in Hinzenbach (OÖ).

Erfolgreicher Damentrainer Harald Rodlauer SN/APA/BARBARA GINDL
Erfolgreicher Damentrainer Harald Rodlauer

Die Leistungen bei der Heim-WM in Seefeld 2019 mit Edelmetall in allen drei Bewerben waren so etwas wie eine Initialzündung für Weltcup-Spitzenreiterin Chiara Hölzl, Eva Pinkelnig und Co. "Durch die Medaillen und drei Top-Ten-Plätze in der Weltcup-Gesamtwertung haben die Mädels gesehen, was möglich ist", erklärte Rodlauer.

Der Steirer verweist auch auf die perfekte Zusammenarbeit im "kleinen, aber feinen Team" mit Co-Trainer Romed Moroder, einem Südtiroler, dem Techniker Norbert Mörtl und den abwechselnd eingesetzten Physiotherapeutinnen Anna-Maria Koller und Iris Hosp. Zudem sorgt Kombinierer-Cotrainer Christoph Bieler mit für ein perfekt sitzendes Schanzen-Outfit.

Das Umfeld sei perfekt, betonte Rodlauer, aber das sei noch keine Erfolgsgarantie. "Springen müssen die Athletinnen selbst und sie machen das sehr professionell." Zudem verstünden sich die Springerinnen untereinander sehr gut. "Natürlich wollen alle gewinnen, aber sie vergönnen es auch den anderen", meinte der gebürtige Eisenerzer.

Vor der Saison hatte Rodlauer gemeint, wenn eine in den Flow komme, dann sei alles möglich. Nach elf von 21 Saisonbewerben stellt sein Team mit Chiara Hölzl (vier Siege) und Eva Pinkelnig (3) die Erste und Dritte der Gesamtwertung und mit Marita Kramer eine weitere Siegerin.

Alle drei haben in diesem Winter ihre Premierenerfolge gefeiert und sind aus dem Schatten der Ex-Weltcupsiegerin und Ex-Weltmeisterin Daniela Iraschko-Stolz (WM-Dritte 2019) getreten, die zweimal Dritte war. Sie schweben auf Wolke sieben. Die aktuelle Situation sei auch für ihn nicht absehbar gewesen, sagte Rodlauer der APA. "Da ist sicher auch etwas Glück dabei. Das ist nicht planbar, dass gleich vier vorne reinspringen."

Vor dem Heim-Weltcup gelte es für die Springerinnen, mit der wegen gestiegener Aufmerksamkeit neuen Situation gut umzugehen. "Die Wertschätzung ist wichtig, aber wir müssen aufpassen, dass sie gut vorbereitet und nicht übermotiviert sind", betonte der 53-Jährige. "Wir müssen hellwach sein, denn die Konkurrenz ist stark."

Zuletzt hatten Olympiasiegerin Maren Lundby (NOR/2019) und Sara Takanashi (JPN/2016 und 2017) nahe Eferding jeweils Doppelerfolge gefeiert. Iraschko-Stolz zeichnete für den bisher letzten ÖSV-Sieg (2015) und -Podestplatz (Zweite vor Jacqueline Seifriedsberger 2016) verantwortlich.

ÖSV-Aufgebot Hinzenbach: Lisa Eder, Chiara Hölzl, Daniela Iraschko-Stolz, Marita Kramer, Eva Pinkelnig, Jacqueline Seifriedsberger; Nationale Gruppe: Julia Huber, Julia Mühlbacher, Claudia Purker, Elisabeth Raudaschl, Sophie Sorschag, Hanna Wiegele

Quelle: APA

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