Wintersport

Olympia-Aus für Claudia Riegler rückt näher

Die Snowboarderin lässt sich nicht impfen und das OÖC bleibt hart. Als Impfgegnerin oder Vorbild in diesem Thema will sich die 48-jährige Salzburgerin aber nicht verstanden wissen.

Claudia Riegler wird aller Voraussicht nach in Peking fehlen. SN/gepa
Claudia Riegler wird aller Voraussicht nach in Peking fehlen.

Ein Olympiastart von Snowboarderin Claudia Riegler rückt, wie berichtet, in weite Ferne. Obwohl die chinesischen Behörden genesene mit geimpften Sportlern gleichstellen, hat das Nationale Olympische Komitee (ÖOC) nämlich bekräftigt, nur geimpfte Athleten zu nominieren. Die 48-jährige Salzburgerin nahm nun erstmals selbst dazu Stellung. Ohne es definitiv auszusprechen, kommt für sie eine Impfung weiter nicht infrage.

"So kurz nach einem Infekt (Riegler war zu Weihnachten positiv auf Corona getestet worden, Anm.) und so kurz vor den Olympischen Spielen eine Impfung zu erhalten, fühlt sich nicht richtig an. Daher ist der Zeitpunkt noch weniger ideal als vorher", sagte Riegler im ORF. Sie wisse nicht, wie ihr Körper darauf reagieren würde. Vielmehr wäre eine dreiwöchige Quarantäne, welche derzeit ihre Schweizer Kollegin Patrizia Kummer in China absolviert, für Riegler ein Thema gewesen. "Damit habe ich spekuliert, aber dafür ist es jetzt zu spät", sagt die Ex-Weltmeisterin aus Flachau.

Ob das letzte Wort gesprochen ist oder sie doch noch auf einen Start in Peking hoffen darf, konnte und wollte Riegler nicht beurteilen: "Aber ich bin dankbar, dass der ÖSV meine Entscheidung respektiert. Was letztlich passiert, steht noch in den Sternen." Das ÖOC bleibt allerdings hart, wie Generalsekretär Peter Mennel erklärt: "Aus Gründen der Sicherheit und Gesundheit der Delegationsmitglieder werden wir nur geimpfte Personen für die Teilnahme in Peking in Betracht ziehen. Schon jetzt hat Claudia Riegler uns mitgeteilt, dass sie diesen Auflagen nicht nachkommen wird", sagt Mennel. Bis Ende nächster Woche hätte die Salzburgerin aber noch Zeit, sich der ersten Teilimpfung zu unterziehen.

Abseits des Sportlichen ist es Riegler wichtig zu betonen: "Ich bin keine Impfgegnerin und sehe mich in diesem Thema nicht als Vorbild. Es ist meine persönliche Entscheidung. Schade finde ich nur, wenn es dafür wenig Verständnis und Toleranz geben würde." Die vergangenen Wochen und Monate seien für sie nicht leicht gewesen.

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