Wintersport

Olympia-Elf der ÖSV-Alpinski-Frauen zeichnet sich ab

Die traditionelle Jänner-Weltcupwoche in Österreich hat bei den diesen Winter nach wie vor sieglosen ÖSV-Alpinskifrauen die Olympia-Liste für Peking nur gering beeinflusst. Lediglich Chiara Mair brachte sich als Slalomvierte in Schladming neu ins Spiel. Bei den Speedrennen in Zauchensee bestätigten Ramona Siebenhofer und vor allem Ariane Rädler mit dritten Plätzen ihre China-Tickets. Letzte Quali-Chance ist diese Woche Cortina, Nina Ortlieb ist aber endgültig kein Thema mehr.

Siebenhofer in ÖSV-Frauen-Elf für Olympia Fixstarterin SN/APA/AFP/JOE KLAMAR
Siebenhofer in ÖSV-Frauen-Elf für Olympia Fixstarterin

Die Vorarlbergerin hatte sich vergangenen Winter nur einen Monat nach Nicole Schmidhofer ebenfalls schwer am Knie verletzt und sich zudem im Sommer auch noch die Kniescheibe gebrochen. Kein Wunder, dass die mit Meini Tatschl am Comeback feilende 25-Jährige Rückstand hat. Immerhin ist die Lecherin aber auf Schnee zurückgekehrt.

"Mehr als therapeutisches Skifahren war es bisher aber nicht", erklärte der im ÖSV für Hochleistungssport zuständige Patrick Riml. "Nina ist ein wichtiger Teil unserer Mannschaft. Eine unserer Topathletinnen, die man gerne am Start hätte, auch bei Olympia. Sie macht gute Fortschritte. Aber es ist noch ein weiter Weg", erklärte der Tiroler, warum Ortlieb diese Woche nicht in Cortina und damit auch nicht bei Olympia antreten kann. Womöglich gehe sich diesen Winter auch gar kein Rennstart mehr aus. "Das Wichtigste ist, dass sie gesund und fit ist", so Riml.

Ein Fragezeichen schwebt auch über Schmidhofer. In Zauchensee verzichtete die Steirerin auf beide Rennen, startete nur im Super-G als Vorläuferin. Damit half sie zwar ihren Teamkolleginnen, allen voran Rädler, enorm. Ob sie selbst nach Cortina überhaupt anreist, will Schmidhofer aber nach zwei weiteren Tagen Therapie am Dienstag entscheiden.

Obwohl mit Ortlieb (Februar 2020 in La Thuile) und Schmidhofer (Dezember 2019 Lake Louise) die bisher letzten ÖSV-Siegerinnen in Super-G bzw. Abfahrt fehlen, mangelt es ÖSV-Frauenchef Christian Mitter und Abfahrts-Coach Florian Scheiber nicht an olympiawürdigen Speed-Fahrerinnen. Neben Rädler und der mehrere Disziplinen fahrenden Siebenhofer haben auch Mirjam Puchner, Christine Scheyer, Tamara Tippler und Cornelia Hütter ihre Berechtigungen erworben.

Dazu kämen noch Riesentorlauf-Spezialistin Stephanie Brunner sowie von den Technikerinnen die Katharinas Liensberger, Gallhuber und Truppe. Slalom-Spezialistin Mair hat gegenüber Katharina Huber den Nachteil, dass sie bis zur Deadline am kommenden Sonntag keine weitere Quali-Chance mehr hat und die Niederösterreicherin zudem in mehreren Disziplinen starten kann bzw. auch in der Kombi einsetzbar ist. Huber nahm zuletzt auch an FIS-Abfahrten auf der Reiteralm teil, Mair selbst hatte in Schladming bereits klar abgewunken. Damit wäre die Frauen-Elf für Olympia 2022 eigentlich gefunden.

In Zauchensee erfüllte sich die Hoffnung auf den ersten Heimsieg seit Scheyers Überraschungscoup 2017 sowie den ersten ÖSV-Speed-Sieg seit Ortlieb überhaupt jedenfalls nicht. Und das, obwohl in der Abfahrt erstmals seit 2014 und dem Sieg von Elisabeth Görgl wieder von ganz oben am supersteilen Gamskogel gestartet wurde.

Puchner hatte das trotz ihrer bereits drei Saison-Podestplätze irgendwie kommen gesehen. "Ich weiß gar nicht, ob ich hier in Zauchensee jemals ein gutes Ergebnis hatte", bedauerte die Salzburgerin, dass ihr ausgerechnet die Heim-Strecke nicht perfekt liegt. "Aber das Schlechte kann sich jederzeit wenden. Und zumindest fahre ich technisch um einiges besser als in den letzten Jahren", versuchte die 29-Jährige gelassen zu bleiben. "Auf Cortina freue ich mich nun sehr. Das kommt mir vom Gelände her sicher deutlich mehr entgegen."

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