Wintersport

Parallel-RTL in Lech: Vlhova auch im K.-o.-Duell unbesiegbar

Die Slowakin macht im Parallel-RTL in Lech ihren Siegeshattrick perfekt. Am Freitag wollen die Herren für einen heimischen Podestplatz sorgen.

Petra Vlhova setzte sich durch. SN/GEPA pictures
Petra Vlhova setzte sich durch.

Der erste Parallelbewerb in Österreich hat den heimischen Skidamen nicht den erhofften Erfolg gebracht. Elisa Mörzinger wurde als beste Lokalmatadorin Achte. Den Sieg sicherte sich Petra Vlhová vor Paula Moltzan und Lara Gut. Mörzinger, die in einer klassischen Disziplin noch nie in die Weltcuppunkteränge gefahren ist, war damit nach ihrem sensationellen Podestplatz vergangene Saison in Sestriere wieder Österreichs Beste.

USA gegen Slowakei - jenes Siegduell, das man aus dem Slalom kennt - war im Finale aber überraschend. Moltzan, die in Abwesenheit von Topstar Mikaela Shiffrin groß aufzeigte, war sogar auf dem Weg zum Sensationssieg, rutschte aber kurz vor dem Ziel weg. Vlhová gewann ihre ersten zwei Duelle um jeweils nur vier Hundertstel, setzte aber nach Platz drei in Sölden und den Siegen beim Slalomdoppel in Levi ihre eindrucksvolle Siegesserie fort. "Es war sehr knapp, ich musste in jedem Lauf ans Limit. Von den Ergebnissen her sieht es leicht aus, aber ich arbeite extrem hart dafür", sagte die Slowakin, die nach vier Rennen und 380 Punkten bereits die große Gejagte im Gesamtweltcup ist.

Katharina Liensberger, Franziska Gritsch und Katharina Truppe - die restlichen drei für die Finalläufe qualifizierten ÖSV-Athletinnen - schieden im ersten K.-o.-Duell aus. Der Ärger war aber bei einer am größten, die gar nicht am Start war. Chiara Mair musste wegen eines zunächst positiven Covid-Tests passen. Das Ergebnis stellte sich danach als falsch heraus.

Am Freitag (10 Uhr Qualifikation, 17.50 Finalläufe/live ORF 1 und SN-Ticker) will Österreichs Herrenteam im zweiten Saisonrennen die Scharte vom Auftakt in Sölden, wo Stefan Brennsteiner als 17. bester Österreicher war, auswetzen. Der Salzburger ist nach einem Trainingssturz verletzungsbedingt nicht am Start. Ebenso fehlt Marco Schwarz, der sich mit dem Coronavirus infiziert hat. Die Hoffnungen ruhen so mitunter auf Roland Leitinger. "Ich bin fit und habe eine sehr gute Vorbereitung hinter mir. Einem guten Rennen steht nichts im Weg", sagt der 29-jährige Pinzgauer, der beim Parallel-RTL vergangenen Winter in Alta Badia den ersten Weltcup-Podestplatz seiner Karriere eingefahren hatte.

"Wir haben zuletzt auf der Reiteralm super Trainingsmöglichkeiten gehabt, vor allem dank einer Rampe den Start geübt. Da kannst du zwei, drei Zehntel rausholen, den Gegner unter Druck setzen und zu Fehlern zwingen. Das ist die halbe Miete, wie ich in Alta Badia gesehen habe", sagt der Riesentorlauf-Vizeweltmeister von 2017. Von seinen Kollegen schätzt er Fabio Gstrein sehr stark ein. "Es ist wirklich alles möglich. Das Ziel sind zehn gute Läufe", sagt Leitinger. Das rot-weiß-rote Team komplettieren Michael Matt, Christian Hirschbühl, Adrian Pertl, Dominik Raschner sowie die Speedasse Matthias Mayer und Vincent Kriechmayr.

Cheftrainer Andreas Puelacher, der nach einer Knie-OP das Rennen im Fernsehen verfolgt, traut seiner Mannschaft alles zu: "Eine Prognose ist aber unmöglich." Technik-Trainer Marko Pfeifer sieht mit der Regeländerung, dass es nun statt einem Lauf zwei gibt (Re-Run), eine höhere sportliche Wertigkeit: "Das ist eine eigene Disziplin und jedes Rennen eine knappe Kiste. Mit einem Re-Run ist es viel fairer geworden, denn nur ein Lauf wie letztes Jahr ist reine Lotterie."

Das Rennen zum Nachlesen im Liveticker:

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