Wintersport

Pinturault sagt Hirscher im Riesentorlauf Kugel-Kampf an

Die einzigen Weltcupwertungen, die Skirennläufer Alexis Pinturault bisher gewonnen hat, waren 2016 und 2017 jene für die Kombination. Das Hauptaugenmerk legt der Franzose im kommenden Winter auf das Riesentorlauf-Kristall, womit er dem Salzburger Marcel Hirscher, Gewinner der Trophäe 2012 sowie in den Jahren 2015 bis 2018 den Kampf ansagt.

Alexis Pinturault zeigt sich ehrgeizig SN/APA (AFP)/JURE MAKOVEC
Alexis Pinturault zeigt sich ehrgeizig

Läuft es in den technischen Disziplinen nach Wunsch, und punktet er dazu in den Kombis und im Super-G, geht es für Pinturault wohl auch im Gesamtweltcup wieder weiter nach vorne. Er wird seit Jahren zu den Mitbewerbern auf die große Trophäe genannt, nach jeweils dritten Rängen 2013/14 - nur 194 Punkte hinter Hirscher - , 14/15 (-442) und 15/16 (-595) ging es mit Platz vier 16/17 (-724) und sechs 17/18 (-913) jedoch platzierungs- und punktemäßig stetig weiter nach hinten.

Nur einen seiner insgesamt zehn Weltcup-Riesentorläufe hat Pinturault vergangenen Winter eingefahren, Hirscher gewann deren sechs. "Letztes Jahr hatte ich ein paar Probleme, die ich über den Sommer korrigieren musste", erklärte der 27-Jährige, der Ende März auch bei den nationalen Meisterschaften seinem Landsmann Victor Muffat-Jeandet den Vortritt lassen musste.

Zuvor hat er mit Bronze hinter Hirscher und Henrik Kristoffersen aber zum zweiten Mal in Folge die Olympia-Bronzemedaille in dieser Disziplin gewonnen. In Pyeongchang kam noch Kombi-Silber hinter Hirscher hinzu. Dazu kam Slalomrang fünf.

"Mal sehen, ob ich imstande bin, um die Riesentorlauf-Kugel zu kämpfen. Das wird der Sonntag zeigen", gab sich Pinturault zurückhaltend. Im Disziplinweltcup war er bereits zweimal Zweiter und viermal Dritter. "Ich habe im Sommer das Speedtraining auf die Seite geschoben, ich habe nur ein paar Tage gemacht. Es war für mich sehr wichtig, im Riesentorlauf wieder auf mein altes Level zurückzukommen. Und auch im Slalom einen Schritt weiter nach vor zu machen." Er hoffe, dass sich der Abstand zu Hirscher verringert habe. "Das war das Ziel. Aber das wissen wir erst, wenn das Rennen startet."

Geplant hat er zusätzlich zu den Technikrennen das Antreten in den beiden Kombinationen und einigen Super-G. "Die Kombination ist eine gute Chance für mich, gute Punkte für den Gesamtweltcup zu machen. Super-G gehen sich nicht alle aus, weil der Rennplan wirklich hart ist, werden wir eine Auswahl treffen müssen." Spezialabfahrt wird er weiterhin keine fahren, bekräftigte Pinturault.

Quelle: APA

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