Wintersport

Pum: Sieg von Max Franz hat "der ganzen Mannschaft gutgetan"

Mit dem ersten Sieg in einer Speed-Disziplin seit mehr als einem Jahr durch Max Franz ist ein Ruck durch die ÖSV-Mannschaft gegangen. Das meint zumindest Sportdirektor Hans Pum. Marcel Hirscher freute sich besonders für seinen ziemlich besten Freund vergangener Tage. "Das war unglaublich", beschrieb der Weltcup-Dominator die Siegesfahrt von Franz in Gröden.

Sieg von Max Franz sorgte für Erleichterung im ÖSV-Team.  SN/APA (AFP)/GIUSEPPE CACACE
Sieg von Max Franz sorgte für Erleichterung im ÖSV-Team.

Franz fuhr am Samstag auf der Saslong-Strecke zum ersten österreichischen Sieg in einer Abfahrt nach 651 Tagen Pause. Den einzigen Speed-Sieg in dieser Zeit hatte Hirscher am 5. Dezember 2015 geschafft, als er überraschend den Super-G von Beaver Creek gewann.

"Das hat der ganzen Mannschaft gutgetan", sagte Pum am Sonntag zum Husarenstück des Kärntners. "Das hat man schon gemerkt, als wir da her nach Alta Badia gekommen sind. Die Stimmung war super, sie haben Scherze gemacht." Für den 27-Jährigen sei der Sieg persönlich ganz wichtig gewesen, "damit er das ewige Talent loswird".

Pum prophezeite, dass die übrigen ÖSV-Abfahrer, die in diesem Winter noch keinen Spitzenplatz abgeliefert haben, demnächst nachziehen werden. "Jetzt kommt Santa Caterina, das liegt uns besser", meinte der Oberösterreicher.

Hirscher freute sich besonders mit Franz, der für ihn eines der größten Talente im Weltcup-Zirkus sei. "Er hat uns gezeigt, zu was er in der Lage ist. Das war unglaublich." Gleich nach dem Rennen gratulierte der Salzburger seinem ÖSV-Kollegen via Twitter. "Du Wildsau", schrieb Hirscher. Er und Franz haben mit Raiffeisen den gleichen Kopfsponsor.

Die beiden verbindet aber eine wesentlich längere gemeinsame Geschichte. "Ich kenne Max eine so lange Zeit, seit mehr als 15, fast 20 Jahren", meinte Hirscher. "Max war mein erster Rivale, und wir sind Freunde geworden. Wir haben Weihnachtsferien zusammen verbracht, waren zusammen draußen beim Freeriden und Tiefschneefahren."

Irgendwann im Teenager-Alter haben sich die Wege getrennt, erzählte Hirscher. "Max war immer derjenige von uns, der schneller in den Speed-Disziplinen war. Ich bin dann zu den Technikbewerben gegangen, Max hat sich ganz auf Speed konzentriert." So habe man sich nach und nach aus den Augen verloren.

Quelle: APA

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