Wintersport

Ränge zwei und drei für Iraschko-Stolz und Seifriedsberger

Nur ein sehr starker zweiter Sprung von Sara Takanashi hat am Sonntag in Nischnij Tagil (RUS) einen Doppelsieg der österreichischen Skispringerinnen verhindert: Das nach dem ersten Durchgang führende ÖSV-Duo Daniela Iraschko-Stolz und Jacqueline Seifriedsberger durfte sich nach dem vierten Saisonbewerb aber über die Ränge zwei und drei freuen.

Ränge zwei und drei für Iraschko-Stolz und Seifriedsberger SN/APA/BARBARA GINDL
Zweiter Platz für Daniela Iraschko-Stolz.

Iraschko-Stolz, die auch am Samstag schon den zweiten Platz geholt hatte, musste sich mit 95,5 und 94,5 Metern der dominierenden Weltcup-Titelverteidigerin Takanashi um 6,6 Zähler geschlagen geben. Takanashi, die sich am Vortag mit Rang drei hatte begnügen müssen, feierte damit ihren bereits 47. Weltcup-Sieg. Sie führt in der Weltcup-Gesamtwertung 90 Zähler vor Iraschko-Stolz, die die vor ihr gelegene Japanerin Yuki Ito überholte.

Die Steirerin war als letzte Springerin vom Bakken gegangen, die 94,5 m waren dann in der Endabrechnung aber zu wenig. Takanashi sicherte sich mit einem 98,5-m-Satz nach dem vierten Zwischenrang noch den Sieg. Über ein großes Talent darf sich Frankreich freuen. Die erst 15-jährige Lucile Morat landete auf dem sechsten Rang.

"Es war heute wieder ein schwieriger Wettkampf, die Verhältnisse waren nicht immer leicht. Daniela und Jacqueline haben aber einen richtigen guten Job gemacht, sie springen derzeit sehr konstant auf einem guten Niveau", freute sich Cheftrainer Andreas Felder. Vor Weihnachten reisen die Damen aber noch für ein paar Tage zum Training auf die WM-Anlage nach Lahti.

"Heute war es wieder schwierig zu springen, ich habe beide Durchgänge aber tadellos runtergebracht. Das was ich mir vorgenommen habe, habe ich umgesetzt, ich bin sehr happy mit dem Wochenende", konstatierte die zweifache Zweite Iraschko-Stolz. Man habe gesehen, dass Takanashi nicht unschlagbar ist. "Im Flugsystem habe ich noch Reserven, da verliere ich noch etwas Geschwindigkeit in der Luft. Daran gilt es jetzt zu arbeiten."

Jacqueline Seifriedsberger war ebenso zufrieden: "Für das, dass die Saison noch sehr jung ist, bin ich schon sehr konstant mit meinen Sprüngen. Allerdings habe ich schon noch etwas Luft nach oben, das Maximum ist noch nicht erreicht."

Österreichs Damen-Skisprungteam geht jedenfalls mit zufriedenen Gesichtern in die lange Weltcup-Pause. Drei Stockerlplätze bringen Daniela Iraschko-Stolz und Co. vom Russland-Trip mit. Die nächsten Bewerb sind erst wieder für Oberstdorf vom 6. bis 8. Jänner 2017 angesetzt.

Quelle: APA

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