Wintersport

Robinson-Sieg im Lenzerheide-RTL - Liensberger 6.

Alice Robinson hat das letzte Rennen der alpinen Ski-Damen in der Saison 2020/21 gewonnen. Die Neuseeländerin setzte sich am Sonntag bei ihrem dritten Weltcuperfolg 0,28 Sekunden vor der zur Halbzeit des Riesentorlaufs in Lenzerheide führenden US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin und 0,48 vor der Slowenin Meta Hrovat durch. Die Vorarlbergerin Katharina Liensberger landete auf Rang sechs (+1,37).

Robinson gewann Riesentorlauf vor Shiffrin und Hrovat SN/APA (Keystone)/GIAN EHRENZELLER
Robinson gewann Riesentorlauf vor Shiffrin und Hrovat

Slalom-Kugelgewinnerin Liensberger beendete die Riesentorlaufwertung an der zehnten Stelle, im Gesamtweltcup landete sie hinter Petra Vlhova (SVK), Lara Gut-Behrami (SUI), Michelle Gisin (SUI) und Shiffrin auf dem fünften Platz. Als Gewinnerin der Riesentorlaufwertung war die Italienerin Marta Bassino bereits festgestanden.

"Ich merke, dass ich jetzt körperlich am Ende bin. Ich habe alles gegeben heute, mehr war nicht drinnen", sagte Liensberger, die erklärte, die ganze Saison über "viel Spaß" gehabt zu haben. "Ich bin superhappy, froh und dankbar und stolz zugleich, dass mir das mit meinem Team gelungen ist und wir so großartige Momente zusammen erleben durften."

Nach den "extrem anstrengenden" vergangenen Wochen werde sie nun gut ausruhen und freue sich dann auf alles Anstehende. "Natürlich ist die große Kristallkugel das Ziel, das jetzt dann kommt. Da heißt es aber zuerst einmal, alles Revue passieren lassen, die Zeit aufarbeiten und dann gut vorarbeiten und wissen, was auf einen zukommt." Sie werde sich mit dem Team zusammenreden, was Sinn macht und wie man es angehen werde.

Ramona Siebenhofer, die als zweite ÖSV-Fahrerin beim Finale mit dabei war, punktete als 15. bei nur 16 Klassierten und hatte bereits 5,52 Sek. Rückstand. "Das tut weh. Das war eine schlechte Leistung, ich habe es nicht auf den Punkt gebracht. Ich kann sicher mehr im Riesentorlauf. Aber bei so Tagen zeigt es einem die Grenzen auf. Das gibt einen Extraschub Motivation für die nächste Saison", meinte sie Steirerin. Die ebenfalls für das Finale qualifizierten Stephanie Brunner, Katharina Truppe und Ricarda Haaser konnten verletzungsbedingt nicht antreten.

Die 19-jährige Robinson erklärte, dass es sich nicht gut angefühlt habe, aber sie habe das Selbstvertrauen gehabt. "Diese Saison hatte ich mir Großes vorgenommen, das habe ich nicht erreicht. Nun ist Olympia das große Ziel, ich muss konstanter werden", erklärte die Achte der Disziplinwertung, die als Zweite in Jasna ein weiteres Topergebnis erzielt hatte. Shiffrin verpasste den 70. Weltcupsieg ihrer Karriere. Nach der "schwierigsten Vorbereitung, die ich je hatte" habe sie aber viele Schritte vorwärts gemacht. "Ich habe in fast jeden Rennen um die Podestplätze mitgekämpft." Sie bestritt neun Slaloms und war schlechtestenfalls Fünfte, in ihren sieben Riesentorläufen war sie nie schlechter als Sechste.

Weltmeisterin Gut-Behrami schied im ersten Durchgang aus, die Schweizerin schwang nach drei Toren ab und sagte später, dass sie müde gewesen sei und die Situation falsch eingeschätzt habe. Nach den Absagen der Speedrennen diese Woche hatte sie im Gesamtweltcup keine realistische Chance mehr, den Rückstand auf Vlhova aufzuholen.

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