Wintersport

Russischer Bob-Olympiasieger wegen Dopings 4 Jahre gesperrt

Der russische Bobverband hat einen Vierer-Olympiasieger von 2014, Dmitri Trunenkow, wegen eines Dopingvergehens im Vorjahr bis 2020 gesperrt. Die Sperre gelte rückwirkend vom 19. April 2016 an für vier Jahre, teilte die russische Anti-Doping-Agentur (RUSADA) am Dienstag in Moskau mit.

Trunenkow (rechts) war Anschieber von Alexander Subkow.  SN/APA/EXPA
Trunenkow (rechts) war Anschieber von Alexander Subkow.

Der inzwischen sowieso zurückgetretene Trunenkow war bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi vor drei Jahren Anschieber im Team von Goldpilot Alexander Subkow, der mittlerweile den russischen Bobverband leitet. Die Vorwürfe hätten aber mit Sotschi nichts zu tun, sagte Subkow der Agentur Interfax. "Es geht um 2016." Bei Trunenkow seien verbotene Substanzen im Organismus festgestellt worden, teilte die Rusada ohne weitere Einzelheiten mit.

Trunenkow bestreitet Doping und bezeichnete die Vorwürfe als "eine der üblichen Provokationen gegen den ganzen russischen Sport", wie die Agentur Interfax meldete. Bei Trunenkow soll das Anabolikum Stanozolol nachgewiesen worden sein. "Dieses Präparat haben schon Sportler in den 80er Jahren eingenommen, und man müsste ein völliger Idiot sein, um es heute noch zu nehmen", sagte Trunenkow.

Ebenfalls für vier Jahre gesperrt wurde der Geher Alexander Jargunkin, der kurz vor der Leichtathletik-WM 2015 positiv getestet worden war. Disqualifiziert wurde auch der Speerwerfer German Komarow. Die Ruderin Juli Solomenzewa erhielt ein Jahr Sperre, weil sie sich Dopingtests entzogen hatte. Außerdem wurden die Ringer Turpal Chatujew und Adlan Minapow und die Gewichtheberin Viktoria Kossenkowa mit Sperren belegt.

Quelle: Apa/Dpa

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