Wintersport

Saalbach springt im Weltcup ein: "Es wird eng, aber wir rutschen zusammen"

Saalbach stellt sich dem Kraftakt und will in nur zwei Wochen einen Ski-Weltcup schaukeln - und das noch dazu in der Hochsaison.

Die schnelle Garde kehrt wieder nach Saalbach retour. saalbach SN/saalbach
Die schnelle Garde kehrt wieder nach Saalbach retour. saalbach

Ganz am Ende wurde es dann noch einmal richtig hektisch: Um 17 Uhr präsentierten die ÖSV-Vertreter am Donnerstag bei der Mannschaftsführersitzung in Garmisch-Partenkirchen ihr Notprogramm als Ersatz für den abgesagten Olympia-Test in China. Eine halbe Stunde später gab dann Markus Waldner grünes Licht für die Bewerbe: Am Donnerstag, 13. Februar, findet nun die Herren-Abfahrt auf dem Zwölferkogel statt, ein Tag später der Super G.

Das alles muss man einen logistischen Kraftakt nennen. Das Hauptproblem sind die Betten - Saalbach-Hinterglemm ist in der Hochsaison zu 96 Prozent ausgebucht. "Es ist schwierig, aber wir bemühen uns, dass wir in einem Umkreis von 40 Kilometer alle unterbringen", meinte OK-Chef Bartl Gensbichler. "Es wird halt eng, aber wir rutschen zusammen."

Dabei erwies sich der eigentlich teure und medial wenig beachtete Europacup als Glücksfall: Denn auf dem Zwölferkogel steigen schon in der kommenden Woche zwei Europacup-Abfahrten (5. und 6. Februar), die sind praktisch der Testlauf für die Weltcup-Bewerbe. Nur mit einem Wunsch setzte sich der Hausherr nicht durch: Die Sprintabfahrt in zwei Teilen am Donnerstag wurde von der FIS abgelehnt, nun gibt es eine reguläre Abfahrt am Zwölferkogel.

Die Saalbacher sprangen schon 2015 im Weltcup mit Abfahrt und Super G ein, damals wurde es ein triumphales Heimspiel: Die Abfahrt brachte gleich einen Dreifachsieg, Matthias Mayer gewann zwei Hundertstelsekunden vor Max Franz sowie Hannes Reichelt und holte sich auch den Sieg im Super G.

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