Wintersport

Salzburgs Skibergsteiger dürfen auf Weltcup hoffen

Bischofshofen will den Skibergsteigern endlich wieder ein Weltcup-Rennen in der Heimat bescheren. Laut dem Experten Karl Posch wird der boomende Sport 2022 oder spätestens 2026 olympisch.

Thomas Wallner (r.) will seine spektakuläre Erztrophy bis 2020 im Weltcup verankern. SN/susanne holzmann
Thomas Wallner (r.) will seine spektakuläre Erztrophy bis 2020 im Weltcup verankern.

Eigentlich ist es fast peinlich, dass das Wintersportland Österreich in einer seiner ureigensten Disziplinen nicht am Weltcup-Kalender auftaucht. Schon bevor es zum coolen Trend wurde, sind hier Jung und vor allem Alt den Berg auf Ski hinaufgewandert und wieder heruntergerast. Dennoch macht der Weltcup-Zirkus der Skibergsteiger seit der Premiere 2007 am Dachstein nicht mehr Station in Österreich, dafür aber in China und der Türkei.

Diese Lücke möchte Thomas Wallner nun endlich schließen. Als Veranstalter der Hochkönig-Erztrophy organisiert er einen der spektakulärsten Tourenski-Events überhaupt und will das Rennen an der Schanzenanlage in Bischofshofen künftig auch im Weltcup-Kalender etablieren. "Wir haben die Erfahrung, die Infrastruktur und mit dem SC Bischofshofen einen starken Verein, der voll hinter uns steht", erklärt Wallner. "Was wir bis jetzt bei den anderen Weltcups im Ausland erlebt und gesehen haben, bekommen wir bei uns auch locker zusammen."

Davon will sich die International Ski Mountaineering Federation (ISMF) zunächst aber vor Ort überzeugen. "Unsere Veranstaltung zählt diesmal zur ISMF-Serie, das ist vergleichbar mit dem Europacup. Deshalb sind auch Beobachter da, die sich alles ganz genau anschauen", erläutert Veranstalter Wallner.

Schon einen Schritt weiter sind die Organisatoren des Jennerstiers, der wie die Erztrophy und die Marmotta Trophy in Italien zum Alpencup zählt. Die Trainingsstrecke von Toni Palzer, Deutschlands Topstar im Skibergsteigen, haben die ISMF-Experten schon zwei Mal unter die Lupe genommen. 2019 soll nun endlich der Weltcup am Jenner gastieren, ein Jahr später will dann Bischofshofen folgen.

Einstweilen blickt die Szene aber voller Spannung nach Pyeongchang, wo die IOC-Granden am 5. Februar darüber entscheiden, ob Skibergsteigen ins Programm für Peking 2022 aufgenommen wird. Karl Posch hofft als Geschäftsführer der Skibergsteig-Plattform SKIMO zwar, dass es schon jetzt klappt, glaubt aber eigentlich eher an den Zuschlag für 2026. "Spätestens dann sollten wir dabei sein."

Aufgerufen am 25.09.2018 um 11:10 auf https://www.sn.at/sport/wintersport/salzburgs-skibergsteiger-duerfen-auf-weltcup-hoffen-23070367

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