Wintersport

Ski Alpin: Der ÖSV holt seine Wunschkandidaten

Mit Christian Mitter und Patrick Riml kommen zwei der profiliertesten heimischen Trainer nach Jahren im Ausland unter dem Salzburger Toni Giger zurück.

Neue Schlüsselfiguren im ÖSV: Patrick Riml, Toni Giger, Christian Mitter (von links).  SN/erich spiess
Neue Schlüsselfiguren im ÖSV: Patrick Riml, Toni Giger, Christian Mitter (von links).

Wie schon von ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel im Laufe des Winters angekündigt, bleibt im Alpinbereich des ÖSV kein Stein auf dem anderen. Nach dem überraschenden Rücktritt von Sportdirektor Hans Pum vor zwei Wochen übernimmt - wie von den SN bereits berichtet - der Salzburger Toni Giger diese Funktion. Giger wird eine Art General Manager, er wird auch weiterhin große Teile des Bereichs Forschung und Entwicklung verantworten, weshalb auch die interne Struktur verändert wird. Unter Giger kommt Patrick Riml als Leiter "Organisation und Struktur alpin". Giger: "Das alpine Training ist im Hinblick auf Trainingszeiten, Pistenbeschaffenheit, aber auch in puncto Sicherheit eine besondere Herausforderung. Patrick ist vor allem für die Optimierung all dieser Rahmenbedingungen verantwortlich."

Etwas überraschend löst Christian Mitter Jürgen Kriechbaum als Cheftrainer der ÖSV-Damen ab. Kriechbaum, der in den letzten Jahren eine extrem starke Damen-Speed-Mannschaft aufgebaut hat, wird in den Nachwuchs wechseln und sich dort um besondere Talenteförderung kümmern.

"Ein zukunftsweisender Schritt wurde heute gesetzt und gerade im Alpinbereich ist es zudem gelungen, die weltbesten Trainer für den ÖSV zu verpflichten", meinte ÖSV-Boss Schröcksnadel hocherfreut.

Mit Riml und Mitter holte der ÖSV zwei langjährige Wunschkandidaten, die auch fast jedes Jahr mit dem ÖSV in Verbindung gebracht worden sind. Nach zwölf Jahren als Trainer im norwegischen Skiverband, davon die letzten vier Jahre als Cheftrainer von Svindal, Jansrud und Kristoffersen, wechselt Mitter nun zum ÖSV. "Ich habe ein sehr interessantes Angebot vom ÖSV erhalten, habe über Ostern darüber nachgedacht und mich jetzt entschieden, dieses anzunehmen", wird Mitter zitiert. Bisher stand einem Wechsel Mitters auch immer entgegen, dass er in Oslo lebt und dort verheiratet ist. Doch einige Turbulenzen in jüngster Zeit dürften ihm die Entscheidung nun leichter gemacht haben: Denn unmittelbar nach der Ski-WM in Åre protestierte das norwegische Ärzteteam gegen seinen Führungsstil, der Brief wurde Medien zugespielt. Dazu kam, dass Reto Nydegger, Mitters rechte Hand als Abfahrtscoach, kürzlich von den Norwegern zurück in die Schweiz gewechselt ist.

Auch der Ötztaler Patrick Riml hat außerhalb des ÖSV eine große Karriere gemacht: von 2008 bis 2011 als Alpindirektor des kanadischen Verbands, dann bis 2018 als Alpindirektor des US-Verbands und damit als Chef von Lindsey Vonn, Bode Miller und Mikaela Shiffrin. Riml: "Nach 20 Jahren in Nordamerika freut es mich riesig, wieder zurück in Österreich zu sein."

SPORT-NEWSLETTER

Jetzt anmelden und wöchentlich die wichtigsten Sportmeldungen kompakt per E-Mail erhalten.

*) Eine Abbestellung ist jederzeit möglich, weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Aufgerufen am 25.10.2020 um 09:29 auf https://www.sn.at/sport/wintersport/ski-alpin-der-oesv-holt-seine-wunschkandidaten-69277159

Kommentare

Schlagzeilen