Wintersport

Ski alpin: Kitzbühel übernimmt die abgesagten Lauberhornrennen

In der Schweiz hat man die Lauberhorn-Rennen am kommenden Wochenende nun doch abgesagt, aber es gibt einen sensationellen Plan B, der auch umgesetzt wird: Alles wird in Kitzbühel ausgetragen.

Für die Athleten geht es in diesem Jahr nicht über den Hundschopf, dafür mehrmals über Hausbergkante und Co. SN/gepa
Für die Athleten geht es in diesem Jahr nicht über den Hundschopf, dafür mehrmals über Hausbergkante und Co.

Der lange und von Swiss-Ski beherzt geführte Kampf um die traditionsreichen Lauberhornrennen war am Ende doch vergeblich: Nach einem weiteren starken Anstieg an Coronafallzahlen in Wengen (allein am Montag über 100 Fälle) haben die kantonalen Behörden in Bern, die FIS und die Veranstalter letztlich einen Schlussstrich gezogen: Die Lauberhornrennen am kommenden Wochenende wurden abgesagt - und nach Kitzbühel verlegt.

Kitzbühel übernimmt: "Mutige Entscheidungen notwendig"

Bereits im Laufe des Tages war die überraschende Nachricht durchgedrungen, SN.at berichtete schon am Vormittag exklusiv. Doch bis zur finalen Bestätigung am frühen Abend waren zahlreiche technische, finanzielle und logistische Details zu klären. Der neue Fahrplan sieht zwei Wochenenden in Kitzbühel vor: am kommenden Samstag und Sonntag die beiden Slaloms (erst jener aus Wengen, dann der Kitzbühel-Slalom). In der kommenden Woche insgesamt drei Speedbewerbe in Kitzbühel - zwei Abfahrten (Hahnenkamm und Lauberhorn) sowie der Super G von Kitzbühel, der am Sonntag, 24. Jänner, den Abschluss der Kitzbüheler Rennwochen bilden wird. Die eine noch ausstehende Abfahrt von Wengen sollte in Kvitfjell nachgeholt werden.

ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel stand hinter dem Kraftakt, den es letztlich auch organisatorisch zu stemmen gilt. "In einer solchen außergewöhnlichen Situation benötigt es mutige Entscheidungen. Es tut mir für die Schweiz sehr leid, doch auf Basis der guten Zusammenarbeit mit Swiss-Ski und aufgrund unserer verlässlichen Partner in Österreich konnten wir diese weitreichende Entscheidung treffen." FIS-Renndirektor Markus Waldner dankte auch dem Kitzbüheler Ski-Club (KSC). "Das umzusetzen ist eine Besonderheit."

Chaos: Zeichen standen schon auf Absage

Der ÖSV hatte schon Montagmittag seine Läufer auf der Anreise umdirigiert, die ÖSV-Abfahrer werden in dieser Woche ein Training auf der Planai und der Reiteralm einschieben, dann geht es nach Kitzbühel. Die Techniker sind ohnedies schon von den Rennen in Adelboden nach Hause gereist. Schon Samstag standen die Zeichen auf Absage, Sonntag gab die Kantonsbehörde Bern überraschend grünes Licht - und Montag früh war wieder alles anders. Der ÖSV vermeldete, dass die Rennen abgesagt seien.

Auch abseits der Covid19-Problematik wäre es in Wengen eine schwierige Woche geworden: Ab Mittwoch sind starke Schneefälle angesagt, die längste Abfahrt des Weltcups liegt noch dazu im hochalpinen Gelände. Die Niederschläge werden zwar auch Kitzbühel betreffen, doch die Slaloms sollten dann doch durchzuführen sein.

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